14.07.2016, 10:37 Uhr

Bad Tatzmannsdorf schnitt im Bezirk Oberwart am besten ab

Die Tourismusgemeinde Bad Tatzmannsdorf verbesserte sich um über 100 Plätze im Bonitätsranking.

Tourismusgemeinde landete im Bonitätsranking von "Public" als beste Gemeinde auf Platz 38, Neustift an der Lafnitz belegte Rang 41. Badersdorf fiel stark ab.

BEZIRK OBERWART. Das Magazin public präsentiert sein alljährliches Top-250-Ranking zur finanziellen Lage der österreichischen Städte und Gemeinden. Die burgenländischen Gemeinden schneiden dabei wieder sehr gut ab.
Basis dafür sind verschiedene Kennzahlen der vier Dimensionen Ertragskraft, Verschuldung, Eigenfinanzierungskraft und finanzielle Leistungsfähigkeit. Dazu zählen die öffentliche Sparquote, die Eigenfinanzierungsquote, die Verschuldungsdauer, Schuldendienstquote oder Verschuldungsgrad.

Bezirksgemeinden abgerutscht

Landeten mit Badersdorf (18.) und Loipersdorf-Kitzladen (19.) noch zwei Gemeinden aus dem Bezirk österreichweit unter den Top 20, schaffte es diesmal keine einzige unter die Top 30.
Beste Bezirksgemeinde wurde Bad Tatzmannsdorf auf Rang 38 (Nummer 8 im Burgenland) mit 1,25, das sich gegenüber dem Vorjahr um 113 Plätze verbesserte. Neustift an der Lafnitz (1,31) schaffte es auf Rang 41 (Nummer 9 im Burgenland). Loipersdorf-Kitzladen erreichte als drittbestes Ergebnis im Bezirk den 55. Platz.
Österreich landete Reichersberg (OÖ) auf Platz 1 mit einem Bonitätswert von 1,07 vor Langen b. Bregenz (Vbg) mit einem Wert von 1,1 und dem burgenländischen Andau (1,1).

Sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig

"Es gibt verschiedene Kriterien, die eine Rolle spielen. Wir folgen dem Motto "sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig", wenn es um Investitionen geht. Wir stehen bei den Einnahmen gut da, sind aber stets ausgabenseitig gefordert, um als Tourismusgemeinde immer am neuesten Stand zu sein. Wir haben es geschafft, den Schuldenstand auf ein niedriges Niveau zu drücken. Die Gemeinde investiert kontinuierlich, ohne aber neue Schulden zu machen. Das hilft uns", so Bgm. Ernst Karner, Bad Tatzmannsdorf.
"Wir kommen unsere Verpflichtungen nach. Durch den Bevölkerungszuwachs haben wir auch Vorteile bei den Ertragsanteilen gegenüber anderen Gemeinden. Ansonsten ändert sich bei uns kaum etwas. Das Ergebnis ist natürlich erfreulich", meint Bgm. Johann Kremnitzer aus Neustift a. d. Lafnitz.
Ebenfalls erfreut zeigt sich auch Bgm. Hans Oberhofer aus Loipersdorf-Kitzladen: "Das Ergebnis freut mich sehr. Unsere Prämisse ist es, vernünftig über Jahre zu wirtschaften und zwar so, wie es auch jeder Private tut. Wo es notwendig ist, investieren wir, kalkulieren dabei aber immer vorsichtig. So schaffen wir es meist günstiger ein Projekt umzusetzen, als es beim Voranschlag anberaumt ist. Mit dem Hochwasserschutzprojekt steht in der Gemeinde nun ein größerer Brocken an."
Langjähriger Spitzenreiter im Bezirk war Badersdorf, rutschte diesmal aus den Top 100 heraus. Bgm. Franz Heiden: "Wir sind eine kleine Gemeinde und laufende Investitionen wirken sich natürlich aus und da gab es im Berechnungszeitraum bei uns etliches. Andere haben auch viel Gewerbe und somit Vorteile. Wir folgen aber stets der Vorgabe nicht mehr auszugeben, als einzunehmen und sorgfältig mit den Geldern der Gemeinde zu hantieren."

11 Gemeinden im Bezirk in Top 250

Insgesamt 11 Gemeinden aus dem Bezirk Oberwart wurden heuer unter die Top 250 gelistet. Neben Bad Tatzmannsdorf, Neustift/L. und Loipersdorf-Kitzladen schafften es auch Rechnitz (83.), Jabing (96.), Unterkohlstätten (98.), Wiesfleck (107.), Badersdorf (115.), Oberschützen (122.), Unterwart (124.), Grafenschachen (210.).
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