05.07.2016, 18:21 Uhr

Bei den Steinböcken ist jetzt die spannendste Zeit!

Kals am Großglockner: Kals | An der Großglockner Hochalpenstraße oder in Kals in Osttirol kann man derzeit tolle Beobachtungen machen!
Im Frühjahr wechseln die Steinböcke von den Wintereinständen wieder in die Sommereinstände.
Das Bockrudel schließt sich wieder zu größeren Rudeln zusammen. Viele Böcke kennen sich zum Teil oder haben sich schon länger nicht mehr gesehen, zusätzlich kommen meist neue dazu. Es wird die Rangordnung wieder hergestellt! Bei einem Treffen gleichstarker oder fremder Tiere kann es schon mal ganz schön heftig werden! Auch im Rudel herrscht in der Zeit viel Bewegung und Unruhe. Vor ein paar Tagen durfte ich diese Kommentkämpfe und die Unruhe im Bockrudel eine Stunde live erleben: (Dazu die Bilder!) Manchmal griff die unheimliche Anspannung mancher Böcke auf das komplette Rudel über, daß man gar nicht mehr genau bestimmen konnte, wer gerade mit wem die Ränge ausmachte,.. Lustig war auch zu beobachten, daß es auch im Tierreich die Frecherern und die Schüchterern gibt! Auch das Aufreiten des Siegers war sehr oft zu sehen. Oft begann die Auseinandersetzung durch eine zu nahe Annäherung spielerisch und wurde dann manchmal sehr ernst und heftig! Aber was genau ist eigentilch ein Kommentkampf?

Kommentkampf ein ritualisierter Kampf, Turnierkampf, nach festen Regeln (in festgelegten Verhaltenssequenzen) ablaufendes Kampfverhalten von Tieren, die über potentiell gefährliche Waffen verfügen. Der Kommentkampf findet nur gegenüber Sozialpartnern (nie gegen Freßfeinde oder ähnliche) Anwendung und besteht in Verhaltensweisen, die ernsthafte Beschädigungen durch Hörner, Zähne, Giftzähne ( vgl. Abb. ), Hufe usw. ausschließen (Gegensatz: Beschädigungskampf). Der Kommentkampf wird fast immer durch längeres Drohverhalten eingeleitet. Man sollte den Begriff bei Tieren, bei denen ernsthafte Schäden mangels Waffen nicht auftreten können, vermeiden, da sich in diesem Fall Kommentkampf und Beschädigungskampf nicht trennen lassen. Kommentkämpfe sind adaptiv, weil sie es den Gegnern erlauben, den Kontrahenten einzuschätzen und zu einer Entscheidung zu kommen, ohne sich zu verletzen bzw. zu töten. – Kommentkämpfe der Tiere sind den kulturell ritualisierten, bewaffneten oder unbewaffneten Zweikämpfen des Menschen vergleichbar, die ebenfalls ernstliche Beschädigungen vermeiden sollen; auch die Einbeziehung anderer in einen Konflikt kann so verhindert werden.

Im Sommer kehrt dann wieder viel mehr Ruhe ein,….aber mehr dazu im Laufe des Sommers,….
Ein Paar Bilder von meinen Beobachtungen findet ihr im dazugehörigem Fotoalbum unten,..
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentarausblenden
1.024
Maria Mifka aus Telfs | 18.07.2016 | 15:21   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.