21.06.2016, 16:51 Uhr

Ein Arbeitstag am Wasser

Wenn das 3-Meterbrett geöffnet ist, liegen die Augen des Bademeisters Robert Reiter im und über dem Becken.

St. Johanns Bademeister Robert Reiter weiß: "Das Klischee, dass Bademeister nur Sonnenanbeter sind und selbst nicht gut schwimmen können, stimmt nicht."

Die Sonnenbrille gehören zu ihrer Arbeitsbekleidung und die Sonnencreme zu ihrer wichtigen Ausrüstung – aber es gehört noch viel mehr zum Bademeister sein. Der Tag von Robert Reiter beginnt im Sommer um 5 Uhr Früh mit dem Reinigen der Becken, dem Rasen mähen und Hecken schneiden. Ehe um 8.30 Uhr die ersten Schwimmer das St. Johanner Waldschwimmbad stürmen, muss alles für sie vorbereitet werden. "Dann geht die richtige Arbeit los", weiß der Bademeister.

Im und ums Wasser

Zwischen 1.000 und 1.500 Besucher wollen an heißen Sommertagen im 50 Meter-Becken schwimmen, rutschen und vom 3-Meterbrett springen. "In dieser Zeit haben ich Beckendienst. Das heißt, ich achte auf alle Menschen im Wasser und am Beckenrand, greife ein, wenn sie die Regeln nicht befolgen, regle den Ablauf am Sprungturm und überwache die Wasserqualität", so Reiter. Den ein oder anderen Badegast musste der Bademeister auch schon des Schwimmbads verweisen: "Wer von der Rutsche springt, das Wasser staut, 'grapscht' oder betrunken ist, muss gehen."

Ausgebildeter Helfer

Aber Robert Reiter ist auch Ersthelfer bei Unfällen und Verletzungen. Schürfwunden, Bienenstiche, Brüche und Kreislaufprobleme gilt es regelmäßig zu versorgen. Das kann der Bademeister, weil er regelmäßig Erste Hilfe-Kurse absolvieren muss und eine Rettungsschwimmer-Prüfung abgelegt hat. "Das Klischee, dass Bademeister nur Sonnenanbeter sind und selbst nicht gut schwimmen können, stimmt also nicht", lacht Reiter, der heuer in der 13. Saison Bademeister ist. Für ihn ist das Beste an seiner Arbeit der Kontakt zu den Menschen und, dass sein Büro sozusagen draußen in der Sonne ist. Privat trifft man Robert Reiter aber dann nicht im Schwimmbad. seine Familie muss mit ihm an Sonnentagen zum Beispiel Radfahren gehen.
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