26.04.2016, 15:00 Uhr

Blumenkästen für bessere Sicht

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Einfach, aber effektiv: Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und sein Vize Alfred Gruber opferten zwei Parkplätze. (Foto: Foto: Gemeinde Pressbaum)

Gefahrenstelle wurde wieder zum Thema: Nach wenigen Stunden gab es für jahrelang Beklagtes eine Lösung.

PRESSBAUM. Vergangenen Freitag legten die 4. Klassen der Volksschule Pressbaum ihre Radprüfung ab. Die SchülerInnen mussten sich dabei vom Kirchenplatz-Parkplatz in den Verkehr auf der B44 einordnen. Leichter gesagt als getan. Durch die auf dem Parkstreifen völlig korrekt abgestellten Autos mussten die Kinder weit vorfahren, um zu sehen, ob von links ein Auto kommt. Die anwesenden Polizisten und Wolfgang Kalchhauser von der Bürgerliste Wir für Pressbaum machten die Bezirksblätter auf diese Gefahrensituation aufmerksam. Auch Autofahrer sahen hier nicht aus. "Ich bin jetzt seit elf Jahren Gemeinderat. Seit elf Jahren wird schon von einem Verkehrskonzept geredet", polterte Kalchhauser, dem die Gefahrenstelle schon lange ein Dorn im Auge war. Er forderte einen Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite, auch die Polizei hielt dies für sinnvoll.
"Hier liegen Volksschule, Rathaus, Kirche und Turnsäle. Es ist also ein echter Hotspot", so der Gemeinderat, der den vorbeirauschenden Autofahrern kein Verständnis entgegenbringen kann: "Ich würde vom Gas runtergehen, wenn ich sehe, dass hier Kinder sind."

"Spiegel wäre keine Lösung"

"Ich werde heute noch einen Antrag auf die Lösung der Verkehrsproblematik schreiben. Der liegt am Montag im Rathaus", äußerte sich Kalchhauser gegenüber den Bezirksblättern. Er wolle nicht länger bis zu einem Unfall warten. Die Abwicklung würde über einen Ausschuss und die Bezirkshauptmannschaft laufen, da es sich um eine Bundesstraße handelt, so Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner, der sich jedoch gegen einen Spiegel aussprach: "Dann verlassen sich die Leute nur mehr darauf."


Einfache Entschärfung

Wesentlich schneller als gedacht fand sich schließlich eine Lösung, die einfacher nicht sein könnte. "Wir haben mit der Bezirkshauptmannschaft Rücksprache gehalten und können selbst etwas unternehmen. Wenn das geparkte Auto weggefahren ist, werden wir ein Blumenkisterl hinstellen", informierte Bürgermeister Schmidl-Haberleitner schon wenige Stunden nach unserem Lokalaugenschein. Und tatsächlich: Schon bald standen zwei Blumenkästen. Pressbaum hat nun also zwei Parkplatz verloren, dafür aber an Sicherheit gewonnen.
Ihre Meinung an purkersdorf.red@bezirksblaetter.at.
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