10.08.2016, 00:00 Uhr

Mit dem Strom in die Zukunft

Josef Breitner hat Zoe seit drei Jahren und es war sein Wunsch, dass auf dem Kennzeichen 220 – für die Volt-Anzahl – steht.

Im Gegensatz zum E-Bike startet das E-Mobil nur sehr vorsichtig durch.

REGION. Zwar zeigt sich ein positiver Trend an Neuanmeldungen im 1. Halbjahr 2016, dennoch sind noch Schwierigkeiten zu überwinden. Die Bezirksblätter fragten nach, wie das in der Region gehandhabt wird.

Geringe Erhaltungskosten

Im ersten Halbjahr wurden in Niederösterreich 417 E-Autos neu zugelassen, doppelt so viele als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Vorteile zählt VCÖ-Experte Markus Gansterer auf: "Vielen ist nicht bekannt, dass das E-Auto stark gefördert wird. Sie sind NoVA- und Versicherungssteuerbefreit und zahlen keine Mineralölsteuer." Das sieht auch das Autohaus BMW Mann so, denn "es kommen schon Interessenten, aber es könnten natürlich mehr sein", so Verkäufer Martin Plescher.

"Ich schlag wieder zu"

Aus guten Gründen, wie der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz hat sich die Familie Breitner aus Pressbaum einen Renault Zoey mit zwei Tankstellen gekauft. "Die Zoe läuft ewig, ist alltagstauglich und das Fahrvergnügen ist wie bei großen Markenautos", erzählt Josef Breitner und fährt fort: "Von der Größe her kommt das Auto einem Golf ziemlich nahe." Trotz der großen Freude gibt's auch Nachteile: "Der Neupreis ist noch sehr hoch und das Tankstellennetz und die Reichweite gehört noch ausgebaut. Für weitere Strecken haben wir noch den Touran." Denn, "sobald ener mit größerer Batterie auf den Markt kommt, schlag ich wieder zu", so Breitner.

Zukunftspläne gibt's überall

Pressbaum hat bereits vorgelegt und das E-Vereinstaxi durchgesetzt, welches überall gut aufgenommen wird. So hat nun auch Purkersdorf ein Projekt für e-car sharing gestartet, welches im nächsten Jahr verwirklicht werden soll. "Wir möchten das gemeinsam mit Gablitz machen, sodass zwei Autos in Gablitz und zwei in Purkersdorf zur Verfügung stehen", erzählt Karl Schlögel und fährt fort: "Außerdem wird es auch eine eigene Ladestation geben. Wir hoffen, dass sich diese Idee mittelfristig gut angenommen wird." Den Fuß ins "kalte" Wasser tauchen möchte auch Wolfsgraben, so versichert Umweltgemeinderat Christian Trojer: "Im Zuge der Planung des neuen Ortszentrums wird es höchstwahrscheinlich auch photovoltaikbetriebene E-Tankstellen geben."

Vor- und Nachteile

+Fahrspaß: leise
+Leistung: Durch ein höheres Drehmoment sind E-Autos flott
+Verbrauch: eine "Tankfüllung" kostet maximal vier Euro
+Servicekosten: Ölwechsel und Co. entfallen, auch Steuern und Versicherungen sind günstiger
+/- Anschaffung: Die Kosten sind hoch
-Batteriemiete: Manche Hersteller verlangen eine monatliche Gebühr für die Batterien.
-Reichweite: Mit 100 bis 200 Kilometern sind längere Reisen nur schwer möglich

E-Mobilität
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