13.06.2016, 08:07 Uhr

Der Bezirk Reutte probte den Katastrophenfall

REUTTE. (eha). Starker anhaltender Regen führte zu einem großen Murenabgang am Plansee mit 60 bis 70 eingeschlossenen Personen, Baumstürze auf Häuser und abgedeckte Dächer. Darüber hinaus mussten die Ehrenberg- und die Fernpassstraße aufgrund von Sturmschäden gesperrt werden. Das war die Übungsannahme der Bezirkskatastrophenübung "Tornado 2016" am Freitag, den 10 Juni 2016 , in der Bezirkshauptmannschaft Reutte. 166 Einsatzkräfte, 100 Feuerwehrleute sowie Rettung, Polizei und Alpinpolizei waren im fiktiven Einsatz.

Übungen unerlässlich


Die Mitglieder der Bezirkseinsatzleitung Reutte übten dabei die Grundlagen der Stabsarbeit sowie die einzelnen Funktionen und Abläufe innerhalb der Einsatzleitung sowie die Zusammenarbeit mit anderen katastrophenrelevanten Einsatzorganisationen. "Auch wenn das Außerfern in den letzten Jahren von Großschadensereignissen weitgehend verschont geblieben ist, sind Übungen wie diese unerlässlich, um im Katastrophenfall gerüstet zu sein und so schnellstmöglich die Hilfe für die betroffene Bevölkerung koordinieren zu können“, weiß BH Konrad Geisler und fügte hinzu, "Wir haben 2012 erstmals die Bezirkseinsatzleitung aufgebaut. Und ich bin überzeugt von der Abarbeitung durch Stabsarbeit, sprich Arbeitsteilung." Zur Übungsannahme gehört auch, dass der Bezirkshauptmann im Urlaub ist, daher fungierte seine Stellvertreterin Elisabeth Singer als Einsatzleiterin.

"Blackout" an der BH


Gegen 13 Uhr wurde dann die Stromversorgung im gesamten Gebäude der BH unterbrochen, und das vollkommen real. Die Bezirkseinsatzleitung forderte das neue Notstromaggregat der Feuerwehr Reutte an. "Zur Überbrückung dieser Zeit haben wir im Haus eine USV-Anlage (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die zirka 20 Minuten puffert, um das EDV-Netzwerk und die Beleuchtung aufrecht zu erhalten", erzählt Stabsleiter Andreas Schautzgy. Und die Übung hat funktioniert. Sowohl die gesamte Bezirkshauptmannschaft und teils sogar die Feuerwehr konnten mit dem Aggregat versorgt werden.
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