03.06.2016, 10:54 Uhr

Bei Bienenstichen kann es lebensgefährlich werden

Bei Gelsenstichen genügen oft kalte Umschläge oder kühlende Salben zur ausreichenden Linderung. (Foto: Foto: panthermedia.net/natursports)
BEZIRK. Bei den meisten Menschen ruft ein Bienen- oder Wespenstich nur eine ungefährliche lokale Reaktion hervor. Die Einstichstelle wird rot, schmerzt, juckt und schwillt etwas an. "Nach einigen Stunden verschwinden die Symptome wieder", erklärt Anton Ebner, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Landes-Krankenhaus Rohrbach. Hier lindern genauso wie bei Gelsenbissen kalte Umschläge oder Salben den Juckreiz. Manchmal kann die Lokalreaktion aber auch zur massiven Anschwellung führen. Wichtig ist dabei die „harmlose“ Lokalreaktion mit Schwellung von einer allergischen Allgemeinreaktion zu unterscheiden.

Lebensgefährliche Stiche

Bei schweren Verlaufsformen wie bei einer überschießenden allergischen Reaktion besteht Lebensgefahr infolge akuten Erstickens oder aufgrund eines allergischen Schocks. Hier ist raschest ärztliche Hilfe nötig.
„Nur wenige Menschen reagieren auf Bienen- oder Wespengift wirklich allergisch. Eine Allergie auf Insektengift kann sich aber erst nach und nach entwickeln“, sagt Ebner. Typische allergische Symptome werden ausgelöst: vor allem juckender, großflächiger Ausschlag und Nesselsucht, Schwellungen im Halsbereich mit Atemnot, Schluck- und Sprechstörungen sowie Herzkreislaufbeschwerden.
Beim sogenannten anaphylaktischen Schock, der schwersten allergischen Allgemeinreaktion, kommt es zu einem raschen und lebensgefährlichen Blutdruckabfall, der unbehandelt zum Tod führen kann. "Bei Erwachsenen verläuft eine Insektengiftallergie meist heftiger als bei Kindern." Im Fall einer allergischen Reaktion muss sofort ärztliche Hilfe erfolgen. Ist die Insektengift-Allergie bekannt, sollte immer ein Notfallset bereit sein.

Allergie bleibt lebenslang

Unbehandelt bleibt Allergie gegen Insektengift ein Leben lang bestehen. „Die sogenannte Hyposensibilisierung ist eine Immuntherapie, bei der mit steigender verabreichter Giftdosis eine Gewöhnung des Immunsystems angestrebt wird“, beschreibt Anton Ebner.
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