22.09.2016, 00:00 Uhr

Das Mühlviertel ist ein Weinbau-Gebiet

Im Weingarten verbringt der 66-jährige Fritz Löffler viel Zeit. Im Oktober werden die Trauben geerntet.

Fritz Löffler hat auf 750 Metern Seehöhe einen Weingarten. Drei Sorten wachsen dort prächtig.

KOLLERSCHLAG (bayr). Welsch-#+riesling, Chardonnay und Uhudler – diese drei Sorten wachsen im Weingarten von Fritz Löffler.
Noch sind die Trauben an den etwa 500 Stöcken grün. "Wir hoffen auf einen schönen, einen goldenen Herbst", sagt Löffler. Viel Sonne bildet jetzt den Zucker in den Trauben aus, der für den späteren guten Geschmack wichtig ist. Die Qualität, nicht die Menge ist es auch, mit der Löffler punkten kann. Seinen eigenen Wein genießt er am liebsten mit der Familie oder mit Freunden. 150 Tage vergehen von der Blüte bis zur Reife – etwa Mitte Oktober wird Löffler die Trauben ernten. Dabei ist er sehr streng und genau. "Sauberkeit ist oberstes Gebot, gerade wenn man biologisch arbeitet", sagt der pensionierte Hobby-Weinbauer. Nur die besten Trauben kommen in den Keller und werden dort ohne Schwefelzusatz vergoren.

Edles Tröpferl: Uhudler
Auch bei der Pflanzenpflege müsse man ständig auf der Hut sein, um Schädlingsbefall bald genug zu entdecken und giftfrei eingreifen zu können. Schöne Trauben sind das Eine, die Kellerwirtschaft der andere Beitrag, damit Wein gut gelingt. Löffler hat in den zwölf Jahren, in denen er sich mit dem Weinbau beschäftigt, viele Kurse dazu an der Weinbauschule in Klosterneuburg (Niederösterreich) besucht.
Der Lieblingswein des Mühlviertler Winzers ist der Uhudler. "Das ist ein elegantes Tröpferl", sagt er. Was den Weinbau im Mühlviertel betrifft, ist er zuversichtlich: "Ich glaube, der Klimawandel wird sich hier positiv auswirken", sagt er.

Weinbau im Bezirk
Der Weinbau hat sich in den letzten Jahren im Bezirk Rohrbach etabliert. In Helfenberg leisteten Markus und Michael Rechberger 2005 Pionierarbeit. Weitere Winzer sind in Niederkappel (Johann Leitenbauer), Putzleinsdorf (Christian Dikany und Gottfried Kriegner), Hofkirchen Lembach und Atzesberg. Neue Weingärten sind auch in Neufelden und Julbach geplant. Die Winzer des Bezirks sind gut vernetzt – man trifft sich auch regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und um die Weine der anderen zu verkosten.

Zur Sache:

Der Jahrhundertsommer< 2015 war für Fritz Löffler der Grundstein für ein gutes Weinjahr. "Mit 12 Vol. Prozent Alkohol ist der StratBergWein mild, aber angenehm zu trinken", sagt der 66-jährige Hobbyweinbauer. Zwei bis drei Flaschen jeder Sorte lagert er ein, um zu schauen, wie lange der Wein hält. Löffler experimentiert auch mit Barrique-Fässern und mit Most bzw. Essigproduktion aus Äpfeln – schließlich ist das Mühlviertel auch dafür bekannt.
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