21.09.2016, 08:05 Uhr

Ein Jahr Asylwerber in der Grafenau

Ein Jahr lang lebten drei Familien mit sechs Kindern sowie 16 Burschen in Grafenau. (Foto: Foto: privat)

Eva und Roman Bumberger haben ihr Haus an Asylwerber vermietet – sie sind froh, diesen Schritt gemacht zu haben.

NIEDERKAPPEL. Vor einem Jahr haben Eva und Roman Bumberger ihr Haus für Flüchtlinge an das Rote Kreuz vermietet. Bis zum August 2016 wurden die Asylwerber hier auch vom Roten Kreuz betreut, nun sind fünf Familien nach Altenfelden übersiedelt. "Am Anfang war auch für uns alles genauso neu wie für die Asylwerber. Wir hatten relativ schnell einen guten menschlichen Zugang zu ihnen und diese zu uns", berichten die Bumbergers. "Alle waren sehr bemüht, sich gegenseitig zu verständigen, wenn es nötig war auch mit Händen und Füßen." Eiine Gruppe Freiwilliger lernte mit den Flüchtlingen Deutsch. "In diesem Sommer waren 14 Kinder in unserem Haus. Das da einmal ein Fahrrad nicht dort ist, wo es sein sollte bzw. die Schuhe nicht wie am Schnürchen aufgefädelt vor der Zimmertür standen, das war für uns normal, bei unseren Kindern hat dies auch nicht immer geklappt", sagen die Gastgeber." Es war aber immer sehr gesittet und alle Kinder waren sehr ordentlich. Zur Integration der Asylwerber Familie Bumberger einen großen Beitrag geleistet:

Zwei Familien bleiben

Zwei Familien, die Darwishis und Nauroozis wollten unbedingt in Grafenau bleiben. Mit ihnen wurde nun ein Mietvertrag abgeschlossen. Sie wohnen bis zum Ende ihres Asylverfahrens in Grafenau. Die Garage wurde in eine Spielhalle für die Kinder im Winter umgebaut, ein Raum wurde zu einem Fitnessraum adaptiert. "Im Frühjahr wurde ein Gemüsegarten für alle sechs Familien angelegt, der von diesen vorbildlich betreut wird und wir waren Ansprechpartner in vielen organisatorischen und menschlichen Belangen", sagt Eva Bumberger.

Entscheidung nie bereut

Ihre Bilanz nach einem Jahr: "Gottseidank haben wir diesen Schritt gemacht. Wir haben es keine Minute bereut, diesen Menschen nicht nur Unterkunft, sondern auch das Gefühl zu geben, sie haben einen guten Platz in unserem Haus." Sie gibt aber zu, das alles, alleine nie geschafft zu haben. "Es gibt eine Menge Niederkappler, die uns bei der Betreuung sehr geholfen haben. Es waren Leute mit dabei, von denen wir diese Hilfsbereitschaft gegenüber uns und den Asylwerbern nie erwartet hätten. Danke!"
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