19.04.2016, 08:58 Uhr

Salzburg und die Marine

(Foto: Neumayr)
SALZBURG. Österreich hat zwar keine Marine mehr, aber in vielen Städten eine sehr aktive Marinekameradschaft. Allein in Salzburg gehören der Landesgruppe
an die 50 Seefahrtsinteressierte an. Sonntag lud man zu einem nicht alltäglichen Vortrag ins Hotel Castellani in Salzburg. Admiral Hendrik Born, der letzte
Oberbefehlshaber der DDR-Streitkräfte blicke in seinem Vortrag ein Vierteljahrhundert zurück und erinnerte sich aus seiner Sicht an das Ende des kalten Krieges und dem Übergang von der „DDR-Volksmarine“ in die deutsche Marine.

Jüngster deutscher Admiral

Hendrik Born, der vier Jahre an der Seekriegsakademie der Sowjetunion in Leningrad – sie galt als eine der härtesten Ausbildungsstätten dieser Art – studierte,
wurde 1988 zum Konteradmiral befördert und war somit jüngster deutscher Admiral. Mitten im Umbruch der DDR wurde er 1989 zum Chef der Volksmarine
berufen. „Die Zeiten brauchen neue, junge Köpfe“, so der damalige Verteidigungsminister der Modwow-Regierung, Admiral Theodor Hoffmann, bei seiner Bestellung. „Ich war sicher kein Oppositioneller oder Regimekritiker, aber ich betrachtete das DDR-Regime spätestens in seiner letzten Phase mit sehr kritischen Augen“, erinnert sich Born. „Eigentlich war ich in Folge mehr ein Abwickler als ein Flottenchef“, resümiert der ehemalige Marineoffizier. „Ich hatte eine auflösende Flotte in einer auflösenden Armee in einem auflösenden Staat zu betreuen“, so der Admiral, der heute in Bremen lebt.
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