04.07.2016, 21:26 Uhr

Frisches Trinkwasser aus Salzburgs Brunnen

Ob Trinkwasser oder nicht: Die Brunnen in Salzburg sorgen besonders an heißen Tagen für eine kühle Erfrischung. (Foto: Stefanie Schenker)

Erfrischende Trinkpause in der Altstadt? Die Trinkbrunnen sind die idealen Durstlöscher für zwischendurch.

Über 48 eigene Brunnen verfügt die Stadt Salzburg, darunter viele historisch wertvolle und solche, die erst vor einigen Jahren neu errichtet oder saniert wurden. Doch eines ist allen Wasserspendern gemeinsam: An heißen Tagen sorgen sie für eine erfrischende Abkühlung.

Frisches Salzburger Wasser

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Brunnen, die mit Trinkwasser gespeist werden, revitalisiert. Nun verfügt die Stadt über ein Netz aus 14 Trinkwasserbrunnen, an denen man sich erfrischen und das köstliche Salzburger Trinkwasser genießen kann. Sechs davon werden auf dieser Seite vorgestellt. Für all jene, die mehr Informationen zu diesen und den anderen Trinkbrunnen erhalten möchten, hat die Stadt Salzburg einen eigenen Trinkbrunnenfolder samt Stadtplan herausgegeben. Der Folder (www.stadt-salzburg.at) macht definitiv Lust auf einen Spaziergang zu den Salzburger Trinkwasserbrunnen!

Brunnen mit Geschichte

Viele der alten Brunnen, die heute als Trinkwasserspender dienen, bestehen teilweise schon seit Jahrhunderten und wurden mit viel Liebe restauriert und über die Jahre erhalten. Im Mittelalter hatte beinahe jedes Haus und jeder Hof einen eigenen Brunnen, die grundsätzlich an den Außenmauern angebracht wurden, denn schon damals durfte das lebensnotwendige Gut niemandem vorenthalten werden. Im 14. Jahrhundert hat man dann begonnen zahlreiche öffentliche Brunnen zu errichten, da die Hausbrunnen den allgemeinen Wasserbedarf der stark gewachsenen Stadt nicht mehr deckten.


Sechs Brunnen im Detail:

Entenbrunnen

Der kleine Entenbrunnen erfrischt die Besucher des Schanzlparks im Stadtteil Nonntal. Er wurde im Jahr 1959 von der Pongauer Künstlerin Hilde Heger geschaffen, die auch noch mit vielen anderen Werken Salzburg verschönert hat.




Marktfrauenbrunnen

Der Salzburger Bildhauer Herbert Trapp errichtete im Jahr 1960 den Marktfrauenbrunnen auf der Schranne als Nutzbrunnen. Die Marktfrauen konnten sich dort Wasser in Kübeln holen. Heute erfreuen sich freilich nicht mehr nur die Marktstandler an dem kühlen Nass.



Blasiusbrunnen

Beim Münzgassendurchbruch im Jahr 1956 wurde die alte Brunnenschale des Blasius-Brunnens gefunden. Der Brunnen in seiner heutigen Form wurde dann im Jahr 2000 von Bildhauer Walter Meierhofer auf dem Bürgerspitalsplatz gestaltet.


Erhardbrunnen

Am Sockel der Stadtpfarrkirche St. Erhard befindet sich der barocke Erhard-Brunnen. Er wurde bereits um 1690 von Andreas Götzinger und Wolf Grienauer geschaffen und diente ursprünglich den Dienstboten des nahen Domkapitelspitals.




Gedenkbrunnen

Den Gedenkbrunnen findet man an der Ostseite der Neuen Residenz im Herzen der Altstadt. Mit der Inschrift "Im Gedenken an das Jahr 1806" erinnert er unter anderem an das Ende der Selbstständigkeit Salzburgs, als dieses zum ers- ten Mal zu Österreich kam.



Löwenkopfbrunnen

Der Löwenkopf des Brunnens am Ferdinand-Hanusch-Platz ist ein Rest eines Wandbrunnens aus dem Spätmittelalter. Bis er an seinen heutigen Ausstellungsplatz kam, durchwanderte er viele Stationen, er zierte z.B. einen bereits 1407 erwähnten Pumpbrunnen im Kaiviertel.

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.