06.07.2016, 12:32 Uhr

Gulliver auf Reisen durch das Land Salzburg

Der sechs Meter hohe Gulliver präsentierte sich heute erstmals der Öffentlichkeit.

Vor dem Europark präsentierte sich die Riesen-Puppe erstmals der Öffentlichkeit

Sechs Meter ist er groß und obwohl er auf einem Unterbau mit Rädern mehr rollt als geht, hebt er doch bei jedem Schritt einen Fuß: Gulliver ist dank Bühnenbildner Alois Ellmauer aus den Buchdeckeln von Jonathan Swifts Literaturklassiker aus 1726 herausgestiegen und wird seine Reise nun auch auf Salzburg ausdehnen. Start ist am Freitag vor dem Europark, am Wochenende wird er das Fest der Volkskulturen in der Salzburger Altstadt besuchen.

Als "Stranger", als "Freak" wird er durch das Bundesland Salzburg ziehen, sich Orte anschauen und beobachten. "Nur selten wird er selber etwas kommentieren", sagt Reinhod Tritscher vom Theater ecce. Gulliver ist Teil eines Salzburg 2016-Theaterprojekts, das Tritscher gemeinsam mit dem Ensemble des Theater Ecce, den Blauen Hunden und der Volxtheaterwerkstatt auf die Beine gestellt hat. Premiere wird am 13. Oktober in Leogang sein, danach kommt Gulliver ins Republic in der Stadt Salzburg. Teile der Erlebnisse auf seiner Reise wird Gulliver in das Theaterstück einfließen lassen – geht es ihm doch darum, möglichst vielen Menschen zu begegnen. "Sportvereine, Flüchtlingsbetreuer oder Blasmusikkapellen, die eine Idee haben, wo sie mit Gulliver Zeit verbringen wollen, können sich bei uns melden", ergänzt Reinhold Tritscher.

Kontakt: info@theater-ecce.com oder 0664 5740703

Über das Theaterstück selber verrät Theatermacher Reinhold Tritscher: "Gulliver war damals und ist auch heute noch eine Sozialsatire, die sich eins zu eins auf heute übertragen lässt. Deshalb werden wir uns auch ziemlich genau an die Vorlage halten – mit einer Ausnahme, das ist das Frauenbild. In dem Buch lebt Gullivers Frau – sie wird bei uns von Hildegard Starlinger gespielt – monatelang mit den Kindern alleine, wenn er dann da ist, schwängert er sie und fährt wieder monatelang weg. Daran arbeiten wir gerade noch, denn das gefällt uns so nicht."

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