05.04.2016, 15:00 Uhr

Wachstum und Zukunft bei der Salzburg AG

Die Salzburg AG präsentiert die Zahlen des Jahres 2015. (Foto: Franz Neumayr)
SALZBURG (ck). Salzburg AG Vorstandssprecher Leonhard Schitter und Vorstand Horst Ebner legten den Jahresabschluss 2015 in der Aufsichtsratssitzung vor. Trotz enormer Verwerfungen am Energiemarkt konnte die Salzburg AG 2015 den soliden Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen. 2.042 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 1.224,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote konnte auf 55,8 Prozent gehoben werden. Sonnenenergie und Biomasse statt Erdwärme. Damit konnte sich LHStv Astrid Rössler beim geplanten Geothermie–Projekt nicht durchsetzen. "Wir sind der Wirtschaftlichkeit verpflichtet", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Christian Struber. Das Projekt rechne sich nicht.

Energie

Die gesamte Netzabgabe durch die Salzburg Netz GmbH, einer Tochter der Salzburg AG, ist beim Strom 1,7 Prozent und beim Gas um 7,9 Prozent gestiegen. Die Gesamtabgabe bei Fernwärme stieg um 6,3 Prozent. Der Wasserverbrauch ist mit 11,6 Mio. Kubikmetern im Vergleich zu 2014 leicht gestiegen. Insgesamt betreibt die Salzburg AG – teilweise gemeinsam mit Partnern – 29 Wasserkraftwerke. Die Erzeugung der eigenen Salzburger Wasserkraftwerke war auf Grund der generell geringen Wasserführung im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent rückläufig. Bei Biomasse-, Biogas- und Photovoltaikanlagen liegen die Erzeugungsmengen über dem Vorjahr.

Telekommunikation

Das Wachstum von CableLink hat sich auch im Jahr 2015 fortgesetzt. So konnten die Kundenzahlen in allen drei Bereichen - Kabelfernsehen, Internet und Telefonie - gesteigert werden. 135.000 Kunden nutzen das Kabelfernsehen der Salzburg AG, fast 76.000 Kunden nutzen das Internet. Rund eine Million Euro wurde allein in den Ausbau der Bandbreiten investiert. Dank dieser Breitbandoffensive sind die Kunden mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde im Netz unterwegs. Bis 2020 sollen jährlich rund zwölf Millionen Euro in die flächendeckende Breitbandversorgung in Salzburg investiert werden. Schwerpunkt ist der weitere Ausbau der Glasfaseranbindungen hin zum hybriden Glasfaser-Koax-Netz.

Verkehr

Die Fahrgastzahlen der Stammstrecke der Salzburger Lokalbahn stiegen um 1,7 Prozent auf 4,9 Mio. Fahrgäste. Eine Steigerung der Fahrgastzahlen konnte auch die FestungsBahn erreichen: erstmals wurde die Bahn von über 2 Mio. Fahrgästen genutzt. Die Pinzgauer Lokalbahn verzeichnete im Jahr 2015 814.107 Fahrgäste. Stabil ist 2015 das Ergebnis im Güterverkehr, 2,3 Mio. Tonnen Güter wurden befördert. Die touristischen Bahnen – FestungsBahn, MönchsbergAufzug, SchafbergBahn und WolfgangseeSchifffahrt – beförderten 2015 3,4 Mio. Fahrgäste. Der Obus in der Stadt Salzburg konnte mit 41,6 Mio. Fahrgästen das hohe Vorjahresniveau nochmals leicht übertreffen.

Arbeitgeber

Mit 2.042 Mitarbeitern, davon 63 Lehrlinge, zählt die Salzburg AG zu den größten Arbeitgebern im Bundesland Salzburg. 19 Lehrlinge wurden 2015 aufgenommen, sie können sich zwischen zwölf Berufen entscheiden.

Ausblick auf 2016

„2016 investieren wir 150 Mio. Euro in Versorgungssicherheit, erneuerbare Energiegewinnung, Netzausbau und Qualitätssteigerung im öffentlichen Personenverkehr. Alleine im Netz werden 105 Mio. Euro – unter anderem für die Einführung der digitalen Stromzähler (Smart Meter) und die Erweiterung des Telekommunikationsnetzes investiert“, erklärt der Vorstandssprecher Leonhard Schitter und setzt fort: „Weitere 15 Mio. Euro sind für den Ausbau und die Modernisierung von Wasserkraftwerken, Photovoltaik-, Biomasse- und Ökoanlagen vorgesehen. Unser strategisches Ziel ist es, bei positiven wirtschaftlichen Voraussetzungen, bis 2020 60 Prozent des Stroms selbst zu erzeugen. Deshalb setzen wir auf innovative und neue Erzeugungsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energiequellen.“ Vorstandskollege Horst Ebner ergänzt: „Im Verkehr investieren wir weiterhin in Produkt- und Angebotsentwicklung und dabei kommen der Salzburger Lokalbahn 8,5 Mio. Euro, dem Obus 16,5 Mio. Euro zugute.“
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