20.07.2016, 10:26 Uhr

Harald Baumann – der Mann, der Jugendliche aus aller Welt zusammenbringt

Das neue Ehrenmitglied des Ischler Rotary Clubs, Harald Baumann (Bildmitte), flankiert von Fritz Glaser (neuer Präsident) und Helmut Peter (scheidender Präsident). (Foto: Privat)

BAD ISCHL. Der Name Harald Baumann ist im Salzkammergut vor allem in Verbindung mit der Uhrmacherei den meisten ein Begriff. Weniger bekannt ist, dass Harald Baumann über 25 Jahre den Jugenddienst des Rotary Club Bad Ischl leitete und in Zusammenarbeit mit Hans-Peter und Ursula Neher in all diesen Jahren über 360 Jugendlichen deren Auslandsaufenthalte ermöglichte.

Nicht zuletzt deshalb wurde ihm bei der jüngsten Clubsitzung die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Der Jugenddienst ist einer der fünf Dienste des Rotary Club und nimmt eine wesentliche Aufgabe ein: Es geht um das Bemühen für die jungen Menschen um eine anhaltend gerechtere und friedlichere Zukunft. Ganz konkret heißt das, dass man Menschen zwischen 14 und 30 Jahren einen Auslandsaufenthalt ermöglicht, damit sie sich ein Bild von der Welt, den Menschen und deren Kultur machen können. Die Bandbreite reicht von Kurzaufenthalten über Seminare bis zu einjährigen Langzeitaufenthalten. Unter dem Motto „Versuche die Welt zusammenzubringen“ engagierte sich Harald Baumann über 25 Jahre dafür, Jugendliche bzw. junge Erwachsene aus dem Salzkammergut ins Ausland zu schicken oder vom Ausland nach Bad Ischl zu holen - insgesamt aus über 30 Ländern. Harald Baumann pflegte Kontakte zu unzähligen Rotary Clubs auf der ganzen Welt und machte sich über die Grenzen des Distrikts hinaus einen Namen. So galt es vor kurzem für eine junge Ischlerin den Kontakt herzustellen, die seit neun Monaten in Neuseeland weilt. Umgekehrt sind derzeit vier Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus Neuseeland sowie aus den USA bei Gastfamilien in Bad Ischl untergebracht. Der organisatorische Aufwand, bis die jungen Menschen tatsächlich in einem fremden Land die jeweilige Sprache und Kultur lernen können, ist nicht zu unterschätzen. Dennoch übernahm Harald Baumann diese Aufgabe gern. Und nicht zuletzt dafür wurde ihm nun die Ehrenmitgliedschaft des Rotary Club Bad Ischl verliehen. Helmut Peter, der dem Ischler Club in der letzten Periode als Präsident vorstand, streicht die Besonderheit dieser Auszeichnung hervor. „Es wurde einstimmig beschlossen, Harald Baumann für seinen langjährigen Einsatz zu ehren.“

Harald Baumann mit Auszeichnung überrascht

Harald Baumann, der seit 1988 Mitglied beim Ischler Rotary Club ist und wenig später den Jugenddienst übernahm, war von der Ehrung überrascht. Für ihn sei es „naheliegend gewesen dies zu machen“, hatte er doch bereits zuvor aufgrund seiner Tätigkeit als Schwimmlehrer oder auch Langlauftrainer intensiven Kontakt zu Jugendlichen. „Es machte einfach einen Riesenspaß und es gab in all den Jahren fast ausschließlich positive Erfahrungen“, resümiert Baumann. Besonders gefiel ihm, dass sich die jungen Menschen sehr interessiert an der Kultur und den Traditionen des Salzkammerguts zeigten - Dirndl und Lederhose seien von vielen mit wahrer Freude getragen worden. Einzig kleiner Wermutstropfen: „Wenn Jugendliche im Rahmen eines ‘Long Term’ für ein Jahr bei uns im Salzkammergut sind, wird natürlich eine Bindung aufgebaut. Da kann es schon passieren, dass beim Abschied auch einmal die eine oder andere Träne fließt“, lächelt Baumann. Die Kontakte bleiben aber oftmals über viele Jahre bestehen - und so sei es „einfach eine tolle Erfahrung, auf der ganzen Welt Leute zu kennen“.

Fritz Glaser neuer Präsident

Im Zuge des Treffens wurde auch die Präsidentschaft des Rotary Club Bad Ischl übergeben. Nachdem Helmut Peter die Geschicke des Clubs im letzten Jahr geführt hatte, übernahm nun Fritz Glaser, ehemaliger Direktor der Berufsschule Altmünster, den Vorsitz. Als Motto für seine Präsidentschaft will er sich dem internationalen Motto „Rotary hilft den Menschen“ anschließen. „Ich denke hier an die Förderung und Unterstützung von Jugendlichen, Flüchtlingen und in Not geratenen Personen aus der Region“, sagt Glaser und führt aus: „Weiters möchte ich auf ein aktives Clubleben als wichtigste Keimzelle des internationalen rotarischen Lebens achten. Altbewährtes soll aufrecht erhalten bleiben, aber für Neuerungen soll der Club Offenheit zeigen.“
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