22.08.2016, 18:08 Uhr

Im November in das Freibad

Jenny Hochauer vom Elternverein der CMS Wieselburg kann sich keine Verkürzung der Sommerferien vorstellen.

Familienministerin Sophie Karmasin von der ÖVP will die Sommerferien um zwei Wochen verkürzen.

SCHEIBBS. Werden die Sommerferien für Herbstferien verkürzt? Sophie Karmasin hat einmal mehr das alte Thema im Sommerloch aufgegriffen.
Jenny Hochauer, Obfrau vom Elternverein der Computermittelschule Wieselburg, kann sich mit der derzeitigen Verteilung gut arrangieren: "Man sollte es doch lassen wie es ist. Ständig soll es geändert werden. Ich habe mich mit meinen Kollegen darüber ausgetauscht und auch sie sind der Meinung, dass die Schüler die neun Wochen Ferien brauchen." Eine Problematik ergibt sich möglicherweise bei der Betreuung: "Gerade bei Volksschülern stellt sich diese Frage. Meine 13-jährige Tochter kann ich mit ruhigem Gewissen allein zu Hause lassen. Da mache ich mir keine Sorgen."

Verregnete Novembertage
Auch Ricarda Hochauer, Schülerin an der CMS Wieselburg, möchte keine sonnigen Augusttage gegen kalte Novemberwochen eintauschen: "Neun Wochen im Sommer bringen mir mehr. Ich gehe gerne Rad fahren, schwimmen und zelte auch ab und zu in den Ferien." Sommeraktivitäten wie schwimmen und zelten könnten im Herbst etwas kompliziert werden.

Zwischen lernen und Ferien
Direktorin Rosa Maria Hörhann meint dazu: "Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Berufsbedingt ist es für manche Eltern sicher nicht einfach, geeignete Betreuung zu finden. Die Zeit zwischen Sommer- und Weihnachtsferien ist für Schüler die längste ohne Unterbrechung. Sie wieder aus dem Lernrhythmus zu reißen wäre unpassend. Es braucht doch etwas bis alles wieder seinen gewohnten Betrieb aufnimmt."
Am Organisatorischen für das nächste Schuljahr wird an der Mittelschule Wieselburg übrigens jetzt schon gearbeitet.
Es mögen vielleicht auch sentimentale Gründe sein, die für neun Wochen sprechen, aber wann im Leben hat man wieder diese Zeit der Sorglosigkeit und Unbekümmertheit. Die Ferien sind und bleiben nun mal kein Urlaub, denn dafür würden auch zwei Wochen ausreichen. Vielleicht sollten nicht die Ferien der Kinder verkürzt sondern der Urlaubsanspruch von Erwachsenen erhöht werden? Es würde eventuell den Tourismus beleben.
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