12.03.2016, 00:00 Uhr

Matura und Lehre in einem

Die Werkstatt für die zukünftigen Tischler und Tischlerinnen des Evangelischen Gymnasiums befindet sich in der HTL Mödling. (Foto: Evangelisches Gymnasium)

Während Lehrlinge im Rahmen ihrer Lehre die Matura machen können, funktioniert das im Evangelischen Gymnasium umgekehrt. Die Schüler können zwischen drei Lehrberufen wählen - , Tischler, Gold- und Silberschmied sowie Informationstechnologie.

SIMMERING / LANDSTRASSE. Ganzheitliche Bildung und soziale Kompetenz stehen im Mittelpunkt des Evangelischen Gymnasiums in der Erdbergstraße. "Bei uns sind Kopf, Herz und Hand gleich wichtig", so Elisabeth Sinn, Direktorin der Schule.

Die Kinder wählen, ob sie das Neusprachliche Gymnasium mit Französisch und Latein besuchen wollen, oder das Werkschulheim. Das dauert ein Jahr länger: In der 8. Klasse machen die Schüler den Lehrabschluss, dann haben sie ein Jahr Zeit für die Matura.

Bereits in der Unterstufe gibt es vermehrt Technischen Werkunterricht. Ab der fünften Klassen müssen sich die Schüler dann entscheiden, welche Lehre sie machen wollen: Tischler, Gold- und Silberschmied oder Informationstechnologie.

Tischlerarbeiten im Schulhaus

Vor allem die Tischler haben fast im gesamten Schulhaus Spuren hinterlassen. "Die Möbel in der Direktion haben unsere Schüler gefertigt", erzählt die Direktorin stolz. Und auch die Möbel in den Werkstätten sind von den Schülern gemacht.

Getischlert wird allerdings in der Höheren Technischen Lehranstalt Mödling. "Bei uns im Gymnasium fehlt der Platz für eine so große Werkstatt. Außerdem verfügen wir nicht über die finanziellen Mittel für die Maschinen", so Elisabeth Sinn.

Die Schüler pendeln in der 5. und 6. Klasse einmal in der Woche nach Mödling, in der 7. und 8. Klasse sind es zwei Tage. Unterrichtet werden sie von Tischlern, aber auch von Künstlern, Restauratoren, Bildhauern und Architekten – und das bereits in der Unterstufe.

Möbel für die Schule

Derzeit arbeiten die Schüler an Möbeln für das Evangelische Oberstufenralgymnasium im 22. Bezirk. "Die Schüler waren vor Ort, haben alles ausgemessen, die Kosten berechnet und einen Kostenvoranschlag erstellt. Und nun fertigen sie die Möbel", so Werkstättenleiter Michael Niederle.

In der 8. Klasse fertigen die Schüler dann ihre Abschlussarbeit für die Lehrabschlussprüfung an. "Das kann ein Tisch sein, ein Bett, oder etwa eine Kommode", so der Werkstättenleiter.

Mehr Infos finden Sie hier.
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