24.05.2016, 05:30 Uhr

Mallnitz: 285.000 Euro-Projekt im Tauernbach ist nun abgeschlossen

Danken den Grund- und Fischwasserbesitzern: Günther Novak und Anton Glantschnig (Foto: Foto: Schönegger)

Mallnitz: Das Projekt "Fischpassierbarkeit im Tauernbach" wurde vor kurzem fertiggestellt.

MALLNITZ (schön). Mit dem Projekt "Fischpassierbarkeit im Tauernbach", das 285.000 Euro kostete, wurde laut Bürgermeister Günther Novak "nicht nur die durchgängige Fischpassierbarkeit im Tauernbach, sondern auch die Einbindung der Wildbach- und Lawinenverbauung sichergestellt."
Durch die Entfernung der desolaten Wehrmauer sowie durch entsprechende Verbauungen sei es zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit im unmittelbaren Bereich der Baumaßnahmen gekommen.

Riegelrampe notwendig
Rückblick: Der Tauernbach war bisher bei Flusskilometer 8,295 durch den Einbau eines Absturzbauwerkes in seiner Kontinuität unterbrochen und stellte daher kein durchgängiges Gewässer für Fischwanderung dar. Das Absturzbauwerk wurde vor rund 100 Jahren erreichtet. "Seitens des Fischberechtigten, Peter Sterz, wurde die Errichtung einer Fischtreppe angeregt, um dieses Bauwerk zu umgehen", erklärt Vizebürgermeister und Geschäftsführer der Biowärme Mallnitz GmbH & Co KG, Anton Glantschnig.

Sicherheit geht vor
Da bei der Vorbesichtigung festgestellt wurde, dass sich die Wehrmaueer in keinem guten Zustand mehr befindet, beschloss man folgendes: "Wir einigten uns darauf, keine separate Fischtreppe zu erreichten, sondern das Absturzbauwerk aufzulösen und durch eine Riegelrampe im Bachbett zu ersetzen", sagt Novak. Um alle sicherheitsrelevanten Aspekte zu berücksichtigen, wurden laut Novak und Glantschnig auch die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung in die Planungsarbeiten einbezogen.

Unterschied ausgeglichen
Mit der Entfernung des Absturzbauwerkes wurde der Niveauunterschied somit von rund fünf Metern auf 60 Metern durch eine Riegelrampe ausgeglichen. "Die Riegelrampe wird in 22 Becken mit 23 Schwellen gegliedert, wobei die Becken einen Höhenunterschied von jeweils 20 Zentimetern aufweisen", weiß Glantschnig. Für den Betrieb der Stockmühlen, die heute nur mehr zu Schauzwecken genutzt werde, wurde laut Glantschnig auch weiterhin eine Wasserzuleitung sichergestellt.
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