19.05.2016, 16:38 Uhr

"Rauchwarnmelder unbedingt in das Kinderzimmer"

(Foto: fovito - Fotolia)
BEZIRK. Der aktuelle tragische Unfalltod eines sechsjährigen Buben in Wien zeigt leider einmal mehr wie gefährlich Brände in den eigenen vier Wänden gerade auch für Kinder sind. „Acht Kinder unter 15 Jahren starben in den letzten zehn Jahren in den eigenen vier Wänden an den Folgen eines Brandes. Offenes Licht und Feuer wie beispielsweise brennende Kerzen und defekte oder unbeaufsichtigte technische Geräte zählen hierbei zu den größten Brandauslösern. Kinder sind ausbrechenden Feuern völlig schutzlos ausgeliefert. Umso wichtiger ist, hier Präventivmaßnahmen zu ergreifen", erklärt Othmar Thann, Direktor des KFV. Gerade auf Kinder übt Feuer eine besondere Faszination aus, der kindliche Entdeckungsdrang wird dabei schnell zur Gefahr. Deshalb ist es wichtig, sie für Gefahren so früh wie möglich zu sensibilisieren.
Neben der bewussten Aufklärung und Auseinandersetzung mit dem Thema Feuer ist es ebenso wichtig, Zündquellen in der Umgebung von Kindern weitestgehend zu vermeiden. Kerzen, Feuerzeuge, Streichhölzer und Wunderkerzen haben in einem Kinderzimmer nichts verloren. Aber auch bei anderen Lichtquellen wie beispielsweise Halogenleuchten ist Vorsicht geboten. Mit Oberflächentemperaturen von bis zu 400°C können diese als Nachttisch- oder Kinderschreibtischlampe leicht brennbare Materialien wie Papier, Stoffe oder Bettzeug in Brand setzen. Im Kinderzimmer sollten daher nur Energiesparlampen oder LEDs verwendet werden, da bei diesen die Brandgefahr niedriger ist. Laut KFV-Umfrage ist erst jeder dritte Haushalt in Österreich mit Rauchmeldern ausgestattet – Feuerlöscher besitzen nur die Hälfte der Befragten. „Ein Rauchmelder gehört in jeden Haushalt! Und wenn man Kinder hat, gehört ein Rauchmelder vor allem auch in das Kinderzimmer“, so Thann.
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