11.01.2017, 11:10 Uhr

Kirchschlager fährt zu World Skills nach Abu Dhabi

Elektrotechnik-Lehrling Jürgen Anzinger wurde vor Kurzem Staatsmeister im Beruf Mechatronik.

KIRCHSCHLAG (fog). Ein ereignisreiches Jahr erwartet den 19-jährigen Jürgen Anzinger aus Kirchschlag. Quasi zum Aufwärmen wird er im Februar die Lehrabschlussprüfung seiner Elektrotechnik-Lehre absolvieren. Der Voest-Alpine-Stahl-Lehrling lernt aber parallel für die Lehre mit Matura und hat das Fach Englisch bereits positiv abgeschlossen. Die Krönung dieses Jahres soll aber die Teilnahme bei den World Skills in Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, im Oktober 2017 werden. Es sind dies die Berufsweltmeisterschaften.
Anzinger hat sich dafür bei den Skills Austria (Staatsmeisterschaft) im Beruf Mechatronik im Messezentrum Salzburg, im Rahmen der Berufsinfo-Messe qualifiziert. "Das ist das größte Zuckerl bei der Sache", sagt der Kirchschlager. Bei der Staatsmeisterschaft arbeitete er mit Julian Aigner aus Waldhausen (Bezirk Perg) zusammen. Die beiden programmierten und bauten einen Greifer, der Teile aussortierte und in eine Rutsche legte. Zwölf Teams aus ganz Österreich traten im Fach Mechatronik an. Dabei konnte der 19-Jährige ganz wertvolle neue Erfahrungen sammeln. Er lernte fachlich einiges dazu, zum Beispiel beim Programmieren und musste unter Stress seine Leistung abrufen.

Voest zeigt Tricks

Dass ihm die Dreifachbelastung zu stark werde, glaubt er nicht: "Bei der Lehre mit Matura habe ich die nächsten fünf Jahre Zeit um abzuschließen." Die World Skills seien natürlich eine Stufe über der Staatsmeisterschaft mit mehr Teilnehmern. In der Voest haben die beiden Staatsmeister einen eigenen Trainer. "Mein Unternehmen freut sich über jede Medaille. Da sieht man, dass ich in einer guten Firma arbeite", so der Lehrling. Auch die Euroskills-Teilnehmer des Vorjahres aus der Voest hätten Anzinger und Aigner einige Tricks gezeigt, so Anzinger, der in seiner Freizeit für Union Hellmonsödt Fußball spielt. In den nächsten Monaten will er aber auch nach der Arbeit das Programmieren üben. Denn in seinem Job hat er es eher mehr mit Elektrikertätigkeiten zu tun. "Man kommt schnell wieder raus beim Programmieren. Ich will aber etwas erreichen."
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