17.10.2016, 18:00 Uhr

So schmeckt das grüne Gold

Olivenöl-Experte und Sommelier Manuel Wulz mit seinen Workshop-Teilnehmern

Mit Tips von Olivenölexperten Manuel Wulz können Sie ganz einfach hochwertiges Olivenöl erkennen.

VILLACH (ak). Mit Olivenöl verhält es sich fast so wie mit Wein. Bei der Qualität kommt es auf viele Faktoren wie die Witterung, die Ernte, den Erntezeitpunkt und die Verarbeitung an. Wie Sie einfach qualitativ hochwertiges Olivenöl erkennen, erklärt Manuel Wulz, Olivenölexperte und ausgebildeter Olivenöl-Sommelier, denn selten wird bei einem Produkt so viel Etikettenschwindel betrieben wie beim Olivenöl.
Der Geruch
Da nur die wenigsten von uns ein Olivenöl chemisch überprüfen können, bleibt nur eines, sich auf seine Nase und den Geschmack zu verlassen. Die Farbe des Olivenöls sagt nichts über die Qualität aus! Sehr wohl aber der Geruch.
Geben Sie einen kleine Schluck Olivenöl in einen Becher. Wärmen Sie ihn mit Ihrer Hand und schwingen ihn kurze Zeit. Der Geruch, den das Öl danach verströmt, sollte Sie an Gras, Kräuter, Zitrone, oder aber auch an Tomaten und Äpfel erinnern. Riecht das Öl stichig, modrig, säuerlich oder gar ranzig, Hände weg. Hier ist bei der Ernte, Lagerung oder Produktion schon einiges schief gegangen.

Der Geschmack
Während bei einer Weinverkostung der Wein im Spuckbecher landet, sollen Sie bei einer Olivenölverkostung das Öl schlucken. Damit sich alle Amoren im Mund entfalten können, ziehen Sie die Luft durch die Zähne.
Die drei Hauptgeschmäcker bei qualitativ hochwertigem Olivenöl sind fruchtig, bitter und scharf. Wie bei Wein gibt es natürlich auch hier Abstufungen. Es gibt delikatere Öle, deren bittere und scharfe Aromen nicht so stark ausgeprägt sind und sehr gut auf Salate und Caprese passen.
Für schärfere Salate oder Fleischgerichte empfiehlt der Experte auch intensivere Öle.

Der Expertentipp
„Grundsätzlich kann man ein gutes Olivenöl nur dann erkennen, wenn man mehrere Öle verkostet und die Unterschiede riecht und schmeckt”, erklärt Manuel Wulz. Auch der Preis sagt nichts über die Qualität eines Öles aus.
„Die Produktion von Olivenöl ist bei weitem teurer als zum Beispiel bei Kürbiskernöl, allein die Erntekosten sind enorm. Hier ist das Preisbewusstsein des Konsumenten gefragt”, sagt Wulz.
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