06.09.2016, 15:20 Uhr

Erneut Regen! Afritzer können heute nicht zurück in ihre Häuser

Bilder der Verwüstung: So sah es nach den Murenabgängen in Kraa aus (Foto: kk)
AFRITZ. Der Wettergott ist kein Afritzer! Erneut setzten heute, Dienstag, Regenfälle ein, wodurch die Aufräumarbeiten im schwer vermurten Ort Kraa behindert werden. Zudem droht ständig die Gefahr, dass es in dem völlig aufgeweichten und unterspülten Gebiet zu weiteren Muren kommt.

Häuser bleiben leer

Fix ist: Es können keine weiteren Häuser freigegeben werden, nachdem gestern 12 Gebäude wieder bezogen werden konnten. "Es ist zu riskant", sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Libert Pekoll: "Bis 23 Uhr sind laut Vorhersage Regenfälle möglich. Erst morgen soll es schöner werden."

Evakuierung

Kraa musste am Wochenende nach einem heftigen Murenabgang evakuiert werden, rund 115 Menschen verließen Hals über Kopf ihre Häuser und fanden bei Freunden oder in Gasthäusern Unterschlupf.

Unglaubliche Schlammengen

Zweimal innerhalb einer Woche ist das aus rund 40 Häusern bestehende Kraa nach heftigen Unwettern vermurt worden. Insgesamt, so haben Experten berechnet, hat der eigentlich kleine Bärenbach die unglaubliche Menge von 50.000 Kubikmetern Schlamm und Geröll in die Tiefe gerissen. Einige Häuser sind bis zu zwei Meter hoch verschüttet.

Schutz gegen Vermurungen

In der Zwischenzeit ist es den Helfern gelungen, den Bach wieder in sein vorgesehenes Bett zurückzuleiten, mit Geröllmassen wurden Dämme errichtet, die bei weiterem Hochwasser weitere Vermurungen in Kraa verhindern sollen. "Es bricht permanente Material in den Bach", sagt Pekoll, da das gesamte Ufer unterspült ist."

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