02.08.2016, 16:48 Uhr

Wie 350 freiwillige Helfer den Villacher Kirchtag überhaupt erst möglich machen

Wurde für 15 Jahre Freiwilligen-Dienst geehrt: Arzt Mathias Operer steht für die vielen helfenden Hände, die den Kirchtag möglich machen (Foto: Rotes Kreuz)

Rotes Kreuz und Feuerwehr: Ohne die Freiwilligen dieser beiden Organisationen würde es den Villacher Kirchtag in dieser Form nicht geben.

VILLACH (kofi). Im Brotberuf ist er Anästhesist im LKH Salzburg. Aber wenn der Villacher Kirchtag ansteht, ist Mathias Opperer nicht zu halten: Dann nimmt der Arzt, der in Villach aufgewachsen ist, verlässlich Urlaub – und hilft als Freiwilliger beim Roten Kreuz mit. 2014 hat er sogar einen USA-Aufenthalt für die Kirchtagswoche unterbrochen. "Es ist mir ein ehrliches Anliegen", sagt Opperer. Heuer wurde er für 15 Jahre Treue als Notfallmediziner von Kirchtagsvereins-Obmann Richard Pfeiler geehrt.

Ehrenamtliche Helfer

Opperer steht für viele Helfer, die den Kirchtag überhaupt erst ermöglichen. Alleine beim Roten Kreuz sind heuer knapp 180 Personen im Einsatz, um für Notfälle zur Verfügung zu stehen. "150 davon sind ehrenamtlich dabei, verdienen also keinen Cent", sagt RK-Organisationsleiter Michael Bürger.

Wenig "Alkohol-Leichen"

Die häufigsten Einsätze würden durch Hitzeprobleme und – vielleicht überraschend – Insektenstiche ausgelöst, sagt Bürger: "So genannte Alkoholleichen sind kaum zu beklagen." Überhaupt sei der Villacher Kirchtag seit einigen Jahren ein für Helfer gerade angenehmer Großeinsatz.

200 FF-Leute im Einsatz

Auch die Feuerwehren erledigen in der Brauchtumswoche jede Menge Extra-Dienste. "Knapp 200 Freiwillige sind im Einsatz", erzählt Harry Geissler von der Hauptfeuerwache. Neben den Brandschutz-Eingreiftruppen sind 50 FF-Leute beim großen Umzug am Samstag eingeteilt.

Fußtrupp im Vorteil

Da Einsatzfahrzeuge im dichten Gedränge kaum vorankommen, haben Rotes Kreuz und Feuerwehr in den vergangenen Jahren ihre Strategie geändert. "Wir sind am Kirchtagsgelände vor allem mit Fußtrupps unterwegs. Die sind schneller und flexibler", sagt RK-Mann Bürger: "Diese Trupps sind mit GPS-Trackern ausgestattet, damit wir in der Zentrale am Computer jederzeit sehen können, welche Einheit bei einem Notfall den kürzesten Weg hätte." Die Feuerwehren wiederum haben an verschiedenen Stellen in Villach Ausrüstungsgegenstände deponiert, die sie im Ernstfall benötigen.

Unbezahlbare Hilfe

Für Kirchtagsvereins-Obmann Pfeiler das Fest ohne Freiwillige nicht durchführbar: "Die Brauchtumswoche wäre unfinanzierbar, wenn wir alle Leistungen von Privatfirmen einkaufen müssten." Völlig gratis sind die Arbeiten übrigens nicht: Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei (für Samstag-Arbeit) erhalten vom Kirchtagsverein in Summe rund 40.000 Euro.
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