05.04.2016, 15:42 Uhr

Er macht das Heim smart

Andreas Greifeneder plant für seine Kunden ein "intelligentes" Heim. (Foto: iBS)

2015 betrug der Umsatz von Andreas Greifeneders Ein-Personen-Unternehmen 100.000 Euro.

WELS. Vertrieb, Marketing, Termine, Buchhaltung – die Liste an Tätigkeiten eines Firmengründers ist zu Beginn nicht enden wollend. Andreas Greifeneder, der das alles 2013 mit seinem Welser Unternehmen iBS durchgemacht hat, bezeichnet diese Phase zwar sehr wohl als stressig, kann ihr aber auch Positives abgewinnen: "Man macht sich dadurch mit der Materie vertraut und bekommt ein Gefühl dafür, wenn ein Steuerberater beispielsweise eine Honorarnote schickt. Man weiß diese Arbeit zu schätzen, wenn man die Leistungen dann irgendwann in Anspruch nimmt." Mittlerweile übernehmen andere Unternehmen die Buchhaltung und das Marketing für Greifeneder. Er betreibt jedoch weiterhin ein Ein-Personen-Unternehmen. "Ich hatte mal zwei Mitarbeiter, mit denen machte ich jedoch schlechte Erfahrungen. Der eine hat manchmal etwas mitgehen lassen und der Zweite hat für eine Inbetriebnahme bei einem Kunden nicht die üblichen zwei, sondern meistens vier Tage gebraucht, weil er etwa drei Stunden Mittag gemacht hat", sagt Greifeneder.

Klein angefangen

Der 29-Jährige vertreibt mit seinem Unternehmen iBS Smart Home-Systeme. "Ich habe mich bei meiner Diplomarbeit näher damit befasst. Zu Beginn habe ich kleine Programmierungen für Einfamilienhäuser gemacht. Jetzt trete ich am Markt als Elektroplaner auf, der die gesamte Elektroinstallation inklusive aller Möglichkeiten, die das Smart Home mitbringt, von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe begleitet", erklärt Greifeneder. In drei Jahren möchte er fünf bis zehn Mitarbeiter beschäftigen. 2015 betrug der Umsatz von iBS etwa 100.000 Euro, davon blieben zirka 35.000 Euro Gewinn. Derzeit plant Greifeneder ein eigenes Produkt. "Wenn man sein eigenes Produkt verkaufen und sich von den Marktbegleitern abheben kann, dann wird es richtig interessant", freut er sich auf die Phase nach der Planung. Von Beginn an half ihm die Mitgliedschaft bei der Jungen Wirtschaft: "Durch den ständigen Austausch kann man vor Fehlern bewahrt werden." Der Welser Bernhard Aichinger ist Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft und rät jedem, der ein Ein-Personen-Unternehmen gründen möchte, Folgendes: "Man muss sich auf die eigenen Stärken konzentrieren und genau das machen, was einen interessiert. Man hat niemanden, der einem Zuspruch gibt. Also muss man sich laufend selbst motivieren."
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