25.04.2016, 23:27 Uhr

Solidaritätsaktion für Flüchtlinge: Gemeinsame Zukunft statt einsame Festung

Der Verein "Unsere Erde - eine Familie" (Weltladen) in Lanzenkirchen beteiligt sich an einer ungewöhnlichen Solidaritätsaktion: Bauern und Bäuerinnen aus Thailand schenken Flüchtlingen in Österreich fair gehandelten Duftreis.

Im November 2015 war Vitoon Panyakul, Mitbegründer der thailändischen Fairtrade-Reisgenossenschaft Green Net in Österreich zu Gast. Betroffen von der Tatsache, dass aktuell tausende Menschen vor Krieg und höchster Not fliehen und in Österreich und anderen europäischen Ländern Zuflucht suchen, setzte er eine bemerkenswerte Initiative: Als Zeichen internationaler Solidarität stellten die thailändischen Kleinbauern sechs Tonnen biofairen Hom Mali Duftreis für die Versorgung der Schutzsuchenden in Österreich kostenlos zur Verfügung. Der Reis wird nun von Weltläden in ganz Österreich, die sich seit vielen Monaten in der Arbeit mit Schutzsuchenden engagieren, verteilt.

Weltladen Lanzenkirchen mit dabei!

Auch der Weltladen in Lanzenkirchen hat – in Zusammenarbeit mit der örtlichen Flüchtlingsinitiative und EZA Fairer Handel – an dieser beispiellosen Solidaritätsaktion teilgenommen und den thailändischen Reis an die in der Gemeinde untergebrachten Flüchtlinge weitergegeben.
„Wir wollen damit ein auch ein Zeichen für globale Gerechtigkeit setzen: Neben Kriegen tragen Armut und zunehmende Ungleichheit in vielen Teilen der Welt zu Destabilisierung von ganzen Regionen bei. Wir brauchen keinen Festungsbau, sondern politische Akteure, die sich uneingeschränkt für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit und die Bekämpfung der Fluchtursachen stark machen. Eine gute gemeinsame Zukunft für alle ist nur im Miteinander und nicht im Gegeneinander zu finden!“ ist Mag. Christian Zettl, Obmann des Vereins „Unsere Erde – eine Familie“, der den Weltladen in Lanzenkirchen betreibt, überzeugt.

Mehr Welthandels-Gerechtigkeit erhöht Perspektiven im eigenen Land

Weltläden engagieren sich gemeinsam mit anderen für einen gerechteren Nord-Süd-Handel und die Durchsetzung menschenwürdiger Lebens- und Arbeitsbedingungen. „Handel partnerschaftlich und fair zu gestalten wirkt sich ganz unmittelbar positiv aus. Zigtausende benachteiligte Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien können so ihre Lebenssituation verbessern und in ihrem eigenen Land wieder Zuversicht fassen“ betont Christian Zettl.
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