31.10.2016, 10:29 Uhr

"Fressnapf hilft": Awards für Helden auf vier Pfoten

Australian Shepherd Hündin Leni sicherte sich und Besitzerin Lucia Strohmeier den ersten Platz

Auf der Summerstage wurden die berührendsten Tiergeschichten ausgezeichnet.

WIEN. Leni, so heißt die Gewinnerin des Goldenen Fressnapfes 2016. Ihr Verdienst: ihrem Frauchen aus der Magersucht geholfen zu haben. Lucia Strohmeier litt schon im dramatisch fortgeschrittenen Stadium an der Krankheit, als das Fellknäuel Leni in ihr Leben trat. Die Australian-Shepherd-Hündin gibt ihrem Frauchen seither jeden Tag neue Kraft, um weiterzumachen.

Seit zwei Jahren besucht Strohmeier mit Leni als Therapiehund auch Schulklassen und Bewohner von Alten- und Kinderheimen. "Es war eine große Überwindung für mich, mit meiner Lebensgeschichte an die Öffentlichkeit zu gehen", sagt Strohmeier. "Aber ich möchte anderen Betroffen zeigen, dass es immer einen Ausweg gibt. Für mich war das ein neues Leben mit Leni. Sie ist meine Heldin!"

Plötzlich Schmusekater

Den wohlverdienten zweiten Platz holten sich Aaron Elliott Erler und sein heute 17-jähriger Kater Muski mit einer nicht weniger rührenden Geschichte: Die junge Transgender-Person konnte anfangs nicht damit umgehen, was mit ihrem Körper passierte. Sie bekam Depressionen und wollte sich das Leben nehmen.

Doch Kater Muski, ein Freigänger, der sich sonst nicht einmal streicheln ließ, wich dem jungen Mann in dieser harten Zeit nicht mehr von der Seite. "Durch ihn fühlte ich mich geliebt und sah wieder einen Sinn im Leben", so Erler.

Rettung vor dem Tod

Platz drei wurde gleich zweimal vergeben: Schäfermischling Jenny entkam einer Tötungsstation in Ungarn und rettete Jahre später als Suchhund beim Roten Kreuz selbst ein Leben. Beim Spaziergang durch den Wald mit Besitzer Heinrich Seethaler entdeckte sie einen alten Mann, der einen Schwächeanfall erlitten hatte. Sie schlug sofort Alarm und verständigte ihr Herrchen durch beharrliches Bellen. Damit rettete sie dem Mann das Leben. "Dabei ist Jenny noch in der Ausbildung zum Rettungshund. Wir machen erst in einem Monat die finale Prüfung", erklärt ihr Herrchen.

Ebenfalls auf Platz drei landete Lawinensuchhund Gamba. Der Vierbeiner spürte in einer eiskalten Winternacht gemeinsam mit Hundeführer Manfred Prantl einen vermissten Skifahrer auf und bewahrte ihn so vor dem sicheren Erfrierungstod.
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