28.11.2016, 14:26 Uhr

U4-Sanierung: 2017 ist der Norden dran

Die Station Friedensbrücke wird 2017 saniert. (Foto: Wiener Linien/Helmer)

Im Frühjahr ist die grüne Linie wieder an zwei Wochenenden ab Schottentor gesperrt.

ALSERGRUND/DÖBLING. Die große U4-Sperre von Hütteldorf bis Hietzing diesen Sommer hat wohl viele Döblinger kaltgelassen. Doch die umfassende Sanierung der U4 ist damit noch lange nicht abgeschlossen.

Im nächsten Jahr gibt es Auswirkungen auf den Betrieb am Nordast der Linie ab der Station Schottenring. Die Detailplanung und Abstimmung laufen laut einer Sprecherin der Wiener Linien gerade, aber folgende Eckpunkte zur Sanierung stehen schon fest:

• Anfang 2017 wird die Sanierung der Station Stadtpark fertiggestellt. Derzeit müssen U-Bahnen in Richtung Heiligenstadt die Station durchfahren, weil der Bahnsteig gesperrt ist.

• Nach Abschluss dieser Arbeiten ist dann die Sanierung der Station Friedensbrücke an der Reihe. Sie wird auf jeden Fall auch noch 2017 stattfinden. Die Erneuerung der historischen Station läuft nach dem gleichen Muster ab wie jene beim Stadtpark – es wird erst der eine, dann der andere Bahnsteig gesperrt sein.

• Im Frühling 2017 werden zwischen Spittelau und Rossauer Lände an zwei Wochenenden Weichen eingebaut. Die U4 fährt dann nur von Hütteldorf bis Schottenring, ab da ist der Betrieb eingestellt. Ab Schwedenplatz wird es an diesen Wochenenden einen Ersatzverkehr nach Heiligenstadt geben.

• 2018 folgen die Sanierungen der Stationen Rossauer Lände und im Bereich Heiligenstadt. Die Rossauer Lände wird wie die Station Friedensbrücke wechselseitig gesperrt sein. In Heiligenstadt werden Weichen und Gleisanlagen erneuert. Eine mehrwöchige Sperre der Station im Sommer wird notwendig sein und die U4 dann temporär in Spittelau die Endstelle haben.

Insgesamt nimmt die U4-Sanierung zehn Jahre in Anspruch und wird noch bis 2024 dauern. Die Ausgaben für die gesamte Sanierung sind mit 335 Millionen Euro angesetzt. Für die Fahrgäste am einschneidendsten sind Sperren wie jene im Sommer, ein Großteil der Arbeiten werden aber bei laufendem Betrieb gemacht. Die nächste große Sperre gibt es wieder im Sommer 2019, wenn die U-Bahn-Verbindung zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz gesperrt wird.

Im Bereich der gesamten Strecke werden Untergrund und Gleise erneuert und im Zuge dessen auch Weichen eingebaut sowie Stellwerke modernisiert. Der Einbau der Weichen, erklärt man bei den Wiener Linien, wird dazu führen, dass die U-Bahnen Störungen besser ausweichen können. Wenn eine Garnitur stehenbleiben muss, können nachfolgende Züge über die neuen Weichen das Gleis wechseln und so längere Verspätungen vermieden werden. Stellwerke sind Anlagen, die den U-Bahn-Betrieb vor Ort steuern.

Zur Sache:

Wenn Sie Fragen zur Erneuerung der U4 und den damit verbundenen Einschränkungen im Verkehr haben, können Sie sich unter Tel. 01/7909100 bei der Servicenummer der Wiener Linien informieren. Online gibt es Informationen auf www.wienerlinien.at/neu4
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