Nach Schlägen
Frau wehrt sich mit Messer gegen gewalttätigen Freund in Wien
- Eine 29-Jährige soll ihren gewalttätigen Freund kurz nach einer Faustattacke mit einem Klappmesser verletzt haben. (Symbolfoto)
- Foto: Igor bispo/Unsplash
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Durch einen Zufall wurden Polizisten in Döbling auf einen Gewaltakt eines Paares aufmerksam. Der Freund einer Frau soll diese mehrfach geschlagen haben. Diese wehrte sich und zückte ein Klappmesser.
WIEN/DÖBLING. Am späten Montagnachmittag drehten Beamte des Stadtpolizeikommandos Döbling ihre Runde durch den Bezirk. Dabei bemerkten sie eine Frau, die ein zerrissenes T-Shirt trug. Ein offensichtliches Warnsignal für die Polizisten, sie sprachen die 29-Jährige darauf an.
- Die Polizei wurde mehr oder minder durch Zufall auf eine Frau mit zerrissenem T-Shirt aufmerksam. Man ging der Sache nach. (Symbolfoto)
- Foto: Preineder
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Diese wiederum gab an, dass ihr Freund ihr im Zuge eines Streits in der Wohnung mehrmals mit der Faust auf den Kopf geschlagen habe. Sie selbst habe sich dabei gewehrt. Dazu verwendete sie ein Klappmesser, im Bereich des Halses soll der Mann verletzt worden sein. Die Beamten hielten Nachschau an der Adresse. Den Freund fand man laut Polizei nicht, sehr wohl jedoch die Tatwaffe. Sie wurde sichergestellt.
Paar erhielt Anzeige
Der 33-jährige Partner der Frau wurde schließlich an einer Tankstelle angetroffen. Dieser wies leichte Verletzungen im Halsbereich auf. Daraufhin wurde die Frau wegen des Verdachts der versuchten schweren Körperverletzung vorläufig festgenommen. In weiterer Folge wurde sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß angezeigt.
Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen
24-Stunden-Frauennotruf: 01/12 345
24-Stunden-Frauennotruf der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22
Frauenhelpline: 0800/222 555
Droht akute Gewalt, Polizeinotruf unter 133 oder 112. Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen.
Aber auch für den gewalttätigen Mann gab es eine Anzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung. Gegen ihn wurde zudem ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Für die Polizei ist die Sache jedoch noch nicht zu Ende, denn weitere Erhebungen zu dem Vorfall laufen noch.
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