Café Falk: Kultlokal seit 90 Jahren

Wolfgang Falk ist nicht nur bei seinen Gästen, sondern auch bei den Mitarbeitern für seinen Wiener Schmäh bekannt.
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  • Wolfgang Falk ist nicht nur bei seinen Gästen, sondern auch bei den Mitarbeitern für seinen Wiener Schmäh bekannt.
  • hochgeladen von Conny Sellner

DONAUSTADT. Wer in der Donaustadt spät nachts noch Hunger oder Lust auf ein kühles Bier hat, weiß genau, wohin er muss. Das Café Falk am Kagraner Platz hat nämlich rund um die Uhr geöffnet und lässt seine Gäste auch um 3 Uhr Früh nicht hungrig oder durstig ziehen. Hinter der Theke steht dabei jede Nacht einer der bekanntesten Wirte des Bezirks: Wolfgang Falk. "Ich bin täglich von 17 Uhr bis 5 Uhr Früh da. Das Café ist mein Leben, und das schon seit vielen Jahren."

Genau gesagt sind es 34 Jahre, denn nach dem Tod seines Vaters 1984 stand für Wolfgang Falk fest, dass er das Lokal übernehmen wollte. Im Gegensatz zu seinem Vater, für den die Gastronomie nicht "das richtig Wahre" war, wollte Wolfgang Falk nämlich nie etwas anderes machen. Schon als Kind. "Ich habe 1977 Koch und Kellner im Hotel Imperial gelernt und wollte immer in der Gastronomie arbeiten. Das Falk war seit jeher in Familienbesitz, und das sollte es auch bleiben."

Seit 1928 am selben Ort

Gegründet wurde das Lokal 1928 von Wolfgang Falks Großeltern Theresia und Hans Falk. Zu Beginn war es nur ein Erdgeschoßlokal, unter seinem Vater wurde auch der Keller ausgebaut. Seit 1977 findet hier die beliebte Seniorenjause statt, die mittlerweile zu einem festen Bestandteil geworden ist und monatlich zahlreiche Senioren aus nah und fern im Café versammelt.

"Der Bierstock im Obergeschoß war meine Idee. Genauso wie die Livebands, die es hier seit 18 Jahren jeden Freitag zu hören gibt." Von September bis April kann man im 1. Stock gute Livemusik genießen, während im Erdgeschoß gemütlich geplaudert oder eine runde Karten gespielt wird.

Blick für Störenfriede

Geselligkeit und ein freundliches Miteinander sind überhaupt ein wichtiges Thema im Falk. "Ich schau mir jeden Gast ganz genau an. Ich seh auf den ersten Blick, ob jemand Ärger macht. Dann braucht er gar nicht erst reinkommen", so der Vollblutwirt. Dass er damit gut fährt, beweist der große Erfolg, der auch nach 90 Jahren ungebrochen ist. Und das, obwohl man ihm schon oft verlockende Angebote fürs Café gemacht hat. "Mir wurde schon jede Menge Geld fürs Falk geboten, aber ich hab abgelehnt, weil ich das Café viel zu gern mag."

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