31.01.2012, 00:00 Uhr

Die OMV befragen das Volk

Auf einer Fläche von 25 km2 soll letztlich nur ein Bohrtum stehen – sehen Sie ihn? (Foto: OMV)
Die Grüne Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger wünscht sich eine Volksabstimmung zur Schiefergasförderung.

WEINVIERTEL (up) „Für jedes Windrad gibt es eine Umweltverträglichkeitssprüfung und Abstimmungen in den Gemeinden, aber bei Bohrungen darf die Bevölkerung nicht mitreden“, ärgert sie sich. „Eine Volksbefragung würde mich nicht schrecken“, sagt Poysdorfs Bürgermeisterin Gerti Riegelhofer. Auch wenn eine solche für die OMV keinesfalls bindend wäre. Doch haben die OMV-Verantwortlichen in den Diskussionen betont, nicht gegen die Bevölkerung entscheiden zu wollen. Ein deutliches „Nein“ würde also gehört werden, bestätigt man auch auf Bezirksblätter-Nachfrage.
Enzinger fürchtet jedoch, dass das Versprechen der OMV, ohne Chemie zu arbeiten, nicht haltbar ist. „Das neue Verfahren wurde weltweit noch nicht getestet und wir Weinviertler sollen für das Experiment herhalten.“ Letztendlich werde, so vermutet die Grüne, Schritt für Schritt Chemie eingesetzt werden. Enzinger verweist auf den Energieplan des Landes NÖ, der in Richtung erneuerbare Energie gehen sollte. „Auf fossile Energie zu setzen, ist der falsche Weg“, ist sie überzeugt. Sie hat im Landtag eine Petition gegen Probebohrungen und Abbau von Schiefergas eingereicht.
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