09.03.2017, 17:24 Uhr

Schau, was der Hund sagt

Bernhard Kainz hat seine Tipps in Buchform gebracht: "Projekt Rudelführer"- Führen ohne Dominanz. (Foto: Mold)

Bernhard Kainz, der "Hundeschweiger" aus Spannberg und Verhaltenstherapeuten erklären die Sprache der Tiere.

BEZIRK. Ein anerkannter Experte, was Hunde betrifft, ist der Spannberger Tierpsychologe Bernhard Kainz, international als der "Hundeschweiger" bekannt. Er ist staatlich geprüfter, vom Innenministerium zertifizierter Hundepsychologe, sein Wirkungsbereich reicht von Diensthundeberater bei der Staatspolizei bis zu internationaler Zooberatung speziell bei Verhaltensfragen in der Wolfsaufzucht.
Für Kainz ist es ein Muss, seinen Vierbeiner gewaltlos zu erziehen, ohne Befehle, ohne Leckerli, mit Kommunikation und Konfliktlösungen wie im Rudel. Er versucht sich in den Hund hineinzuversetzen, seine Sprache anzunehmen. "Nur wenn du selber still bist, kannst du den Anderen hören", ist sein Wahlspruch. Wichtig ist Vertrauen und gegenseitiger Respekt, Befehle verhindern das situationsbezogene Lernen. Die größten Missverständnisse zwischen Mensch und Hund liegen in der Kommunikation. Der Hund kann oft nicht nachvollziehen, was sein Herrl will. Z.B. beim Hochspringen sich wegzudrehen heißt für den Hund "Hüpf rauf!". Oft wird der Vierbeiner durch Vermenschlichung überfordert und zum Rudelführer, was er meist nicht verkraftet. Was Kainz auch verurteilt sind zu frühes Wegnehmen der Welpen von der Mutter, zu frühes Kastrieren und zu viel Auslastung der Tiere.
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