Seit 1. Oktober
Fahrradhandel merkt bislang nicht Anstieg an E-Bike-Käufen
- Der Fahrradfachhandel „Pbike" in der Jörgerstraße 31 merkt bislang keinen Anstieg an Käufen von E-Bikes.
- Foto: Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Seit dem 1. Oktober müssen bestimmte E-Mopeds auf die Straße ausweichen und dürfen nicht mehr auf Radwegen fahren. Der Umstieg auf E-Bikes betrifft vor allem Lieferdienste, doch ob davon auch der Wiener Fahrradhandel profitiert, ist bislang noch unklar.
WIEN/HERNALS/ALSERGRUND. Seit dem 1. Oktober ist eine neue Bestimmung für Fahrzeuge der Klasse L1e-B in Kraft, die das Fahren von sogenannten E-Mopeds auf Fahrradwegen untersagt. Denn nun gelten sie als zweirädrige Kleinkrafträder und müssen daher auf der Straße fahren. Das wiederum erfordert eine Zulassung, ein Kennzeichen, eine Haftpflichtversicherung und eine gültige Prüfplakette.
Fahrerinnen und Fahrer benötigen außerdem eine entsprechende Lenkberechtigung und müssen einen Sturzhelm tragen. Wer diese Regelung besonders zu spüren bekommt, sind Zustellerinnen und Zusteller von Lieferserviceanbietern – diese sind bereits kurz nach Inkrafttreten der Regelung nahezu vollständig auf E-Räder umgestiegen. MeinBezirk hat nachgefragt, ob sich der Umstieg von E-Mopeds auf E-Bikes auch im Privathandel durch einen Nachfrageboom bemerkbar macht.
Genaue Zahlen liegen noch nicht vor
Seitens der Wirtschaftskammer Wien (WKW) wäre derzeit kein spürbarer Anstieg der E-Bike-Verkäufe bei den Wiener Fahrradhändlern bemerkbar – genaue, branchenweite Zahlen lägen allerdings bisher nicht vor. Das bestätigt auch Florian Binder, Geschäftsführer des Fahrradfachhandels „Pbike“ mit Standorten in der Jörgerstraße 31 und der Boltzmanngasse 21.
- Bis 2027 plant das Foodora Investitionen im siebenstelligen Bereich, in Zusammenarbeit mit dem Flottenanbieter Cycle. (Symbolfoto)
- Foto: anastasiia_akh/Smarterpix
- hochgeladen von Kevin Chi
So habe sich auch im stationären Handel bisher kein Anstieg der Nachfrage nach E-Rädern gezeigt. Zurückzuführen sei das laut dem Geschäftsführer auf Käufe von Billigware aus dem Ausland und die Lieferdienste selbst. So seien die Zustellerinnen und Zusteller am stärksten von der Umstellung betroffen – und diese bekämen die Räder oft direkt von den Lieferdiensten zur Verfügung gestellt.
Der Lieferservice „Foodora“ verpflichtet nämlich Zustellerinnen und Zusteller seit dem 1. Oktober dazu, ausschließlich E-Bikes zu verwenden. Das soll durch die Zusammenarbeit mit dem Fahrradmietunternehmen „Cycle“ ermöglicht werden – hier wird seitens des Unternehmens bis 2027 ein "siebenstelliger Betrag" investiert. Ob der Umstieg auf E-Bikes hingegen auch langfristig den Wiener Fahrradhändlern neuen Schwung bringt, wird sich wohl erst in den kommenden Monaten zeigen.
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