Von Gartentherapie und Schafen: Zu Besuch in der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

Dozentin Roswitha Wolf (l.) mit ihren Studenten: Hier soll demnächst gemeinsam mit Flüchtlingen eine neue Hütte errichtet werden.
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HIETZING. Ein bisschen versteckt, aber wunderschön gelegen am Trazerberg findet man Hietzings einzige Uni: die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik. Rund 500 Studierende sind hier in Erstausbildung, 150 in weiterbildenden Programmen. Auch "Green Care" und Gartentherapie finden sich im Studienprogramm. Ein praktisches Beispiel dafür ist die City Farm Schönbrunn, wo Erwachsene und Kinder mehr über das Garteln und die Natur lernen. Außerdem wird in einer eigens dafür geschaffenen Gartentherapiewerkstatt gemeinsam mit Senioren, Flüchtlingen und bald auch Menschen aus betreuten Wohneinheiten gegartelt.

Die Beschäftigung mit der Natur fördert nicht nur die Geschicklichkeit und die Vitalität, etwa bei den Senioren, sondern auch den sozialen Umgang mit anderen. Hier ist man überzeugt: Die Gartenarbeit und das Herstellen von eigenen Produkten sind gut für das Selbstbewusstsein und die Seele.

Land als Lebensraum

"Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass der ländliche Raum als Lebensraum erhalten und gestaltet wird. In dem Bemühen, dieses Ziel zu erreichen, nehmen die agrarische Bildung und Beratung Schlüsselrollen ein", so Rektor Thomas Haase. Hier werden die später an den 90 mittleren und höheren landwirtschaftlichen Fachschulen Lehrenden und Österreichs zukünftige Agrarberater ausgebildet. Auch "Green Care" ist seit 2015 ein Masterstudium. Interessant ist es für BOKU-Absolventen, Menschen aus dem Pflegebereich oder Mediziner. Darüber hinaus gibt es 170 Fortbildungsangebote und Seminare pro Jahr mit rund 4.000 Teilnehmern. "Das Zusammenfinden von Bildung, Forschung, Produktivität und Nachhaltigkeit wird von allen als zukunftsweisend empfunden", so Dozentin Roswitha Wolf, zuständig für Schulentwicklung, grüne Pädagogik und Leiterin der Stabsstelle Qualitätssicherung.

Die gebürtige Steirerin kommt wie die meisten Lehrkräfte selbst aus der Landwirtschaft. Viele von ihnen sind bis heute Nebenerwerbsbauern, etwa der Rektor der Hochschule, oder züchten wie Dozentin Raphaela Kitzmantel-Losch Schafe.

Zur Sache:

Wer die Uni kennenlernen möchte, hat am Tag der offenen Tür am Freitag, 21. April, die Chance dazu. Beginn um 12 Uhr. Weitere Informationen: www.agrarumweltpaedagogik.ac.at

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