Shisha Lounge Hollabrunn
Aus für Shisha Lounge in Hollabrunn

Lukas Tomek und Mauro Vitera verabschieden sich von ihrer Shisha Bar.
  • Lukas Tomek und Mauro Vitera verabschieden sich von ihrer Shisha Bar.
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Das totale Rauchverbot in der Gastronomie, das im "freien Spiel der Kräfte" mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen im Parlament beschlossen wurde und ab 1. November gilt, trifft auch die Hollabrunner Shisha Bar.

HOLLABRUNN (ag). Gemütliche Möbel, lustige Stimmung unter Freunden und dabei eine entspannende gut riechende Shisha rauchen - dieses besondere Ambiente schufen in den letzten Monaten die drei Jungunternehmer Mauro Vitera, Lukas Tomek und Maximilian Kramberger in der Hollabrunner KoShi Lounge. Doch jetzt sind sie um ihr gesamtes Vermögen ärmer und sitzen mit 1. November auf der Straße, weil auch das Shisha Rauchen im Lokal verboten wird. Das kuriose dabei - das Rauchen von Zigaretten ist im Lokal seit dem 1. Tag verboten. Sehr schade findet auch einer der Gäste das nahe Ende der Bar. "Das Etablissement wird mit Absicht zum Aussterben getrieben", so Sebastian Huber aus Hollabrunn.

Lüftungsanlage kostete 20.000 Euro

Die jungen Männer erwarben vor einem Jahr dieses kleine Lokal in der Bahnstraße, vertrauten auf die im November herrschenden Gesetze unter der Türkis-Blauen Regierung und begannen mit den Umbauarbeiten: "Einer der Gesellschafter absolvierte die Gastronomie-Prüfung. Der Umbau wurde mit Hilfe von unseren Eltern und einigen Professionisten in mühevoller Arbeit innerhalb von vier Monaten vollbracht. Es gab hohe Auflagen von Seiten der Behörde. So musste als allererstes eine Brandschutzwand- sowie Türe zum Nachbarlokal gezogen werden. Alleine die Lüftungsanlage hat mehr als 20.000 Euro verschlungen. Wir haben alle gesetzlichen und baubehördlichen Bestimmungen beachtet."

Eröffnung im März 2019

Die Eröffnung fand Ende März 2019 statt und innerhalb kurzer Zeit etablierte sich das Lokal als beliebter Jugendtreffpunkt. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen musste bereits im September der Mitarbeiter gekündigt werden, denn der Hauptanteil der Firmeneinnahmen kommt von den Gästen, die eine der vielen aromatischen Shishas rauchen. Die dabei konsumierten Getränke sind Nebensache und Speisen werden gar nicht angeboten.

Drei Existenzen vernichtet

"Wenn man in der Shishabar keine Shisha mehr rauchen darf, kommen keine Gäste mehr. Von den wenigen, die nur wegen einem Cocktail vorbeikommen, können nicht drei Existenzen erhalten werden", ist sich Mauro Vitera sicher und weiter: "Wir sind der Meinung, dass das Nichtraucherschutzgesetz wegen Verfassungswidrigkeit aufgehoben werden muss. Doch das Vermögen, diese Entscheidung abzuwarten und monatlich die Fixkosten zu zahlen, haben wir nicht, sodass uns nur mehr das Schließen unseres Lifestyle-Lokals übrigbleibt."

Klage angeschlossen

Daher haben wir uns dem Individualantrag der VSBÖ (Vereinigung der Shisha-Bar Betreiber Österreichs) angeschlossen, der dieser Tage von der Kanzlei Lansky, Ganzger und Partner ausgearbeitet wird.  Insgesamt sind rund 500 Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern in Österreich betroffen. In anderen EU Staaten gibt es Ausnahmeregelungen für Shisha-Bars.

Geglückte Integration

Shisha-Bars sind ein Paradebeispiel von geglückter Integration. In den vielen neuen mit teuren Lüftungsanlagen versehenen In-Lokalen sitzen viele Nationalitäten friedlich bei einer aromatischen Shisha beisammen und genießen das Leben. Niemand betritt unfreiwillig eine Shisha-Bar. Dadurch wird auch kein Nichtraucher als Passivraucher dort gestört.

Zur Sache

In der Shisha wird Tabak mit Fruchtaroma oder ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Der Tabak ist feucht und wird mit Kohle erhitzt, aber nicht verbrannt. Der Rauch wird zunächst durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen. Dadurch wird der Rauch gekühlt und gefiltert. Der Ursprung der Shisha wird in Indien vermutet.

Autor:

Alexandra Goll aus Hollabrunn

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