Schüler-Nachhilfe nimmt zu

Bei manchen Schülern raucht derzeit der Kopf, weil sie für den „Nachzipf“ Nachhilfeunterricht benötigen.Foto: Archiv
  • Bei manchen Schülern raucht derzeit der Kopf, weil sie für den „Nachzipf“ Nachhilfeunterricht benötigen.Foto: Archiv
  • hochgeladen von Josef Hess

(ae). Nach einer aktuellen AK NÖ-Studie hat im abgelaufenen Schuljahr in NÖ knapp jeder fünfte Haushalt mit Schulkindern bezahlte Nachhilfe in Anspruch genommen. Rund 650 Euro werden dafür pro Haushalt und Jahr ausgegeben.

Billiges Weinviertel
Interessantes Detail der Statistik: Im Weinviertel sind Nachhilfestunden deutlich billiger als in anderen Teilen Nieder-österreichs. So bieten Weinviertler Nachhilfeinstitute Einzelunterrichtsstunden im Durchschnitt um 25 Euro an, während die gleiche Leistung im Industrieviertel knapp 33 Euro kostet. „Wir orientieren uns mit den Preisen am regionalen Markt“, sagt Peter Mischek, Chef des Lernquadrats Hollabrunn. „Im Industrieviertel sind die Einkommen deutlich höher, da können auch höhere Preise verlangt werden.“ Die 650 Euro, die die AK im Durchschnitt pro Familie für Nachhilfekosten angibt, sieht Mischek als realistisch an. Er registriert auch eine Zunahme an Nachhilfekunden; „Die Diskussion über das Schulsystem löst Verunsicherung aus, damit steigt der Druck auf viele Kinder, dass sie ins Gymnasium gehen müssen. Daher kommen auch immer mehr Volksschüler zur Nachhilfe.“

Moderate Preise
Die Schüler kommen, sowohl beim Lernquadrat als auch beim zweiten Hollabrunner Institut, aus praktisch allen Bereichen. Annemarie Fenz, Chefin vom Nachhilfeinstitut Schulbegleiter: „Es kommen aus jedem Schultyp Kinder und Jugendliche zur Nachhilfe. Vor allem jetzt in den Ferien auch welche aus der HTL, die sich auf Nachprüfungen vorbereiten.“
Auch Fenz begründet die vergleichsweise moderaten Nachhilfepreise in Hollabrunn mit geringeren Einkommen der Eltern, und sie registriert, dass Nachhilfe zunehmend, wohl auch aus Kostengründen, häufiger punktuell als regelmäßíg in Anspruch genommen wird: „Zu mir kommen die Schüler eher vor Schularbeiten oder wichtigen Prüfungen.“
An beiden Instituten ist der Nachholbedarf in Mathematik bei den Schülern am höchsten. Danach folgen Deutsch und Fremdsprachen. Insgesamt registriert Fenz, dass die Kunden eher weniger werden, weil sich manche Eltern die Belastung nicht mehr leisten können. Ein Umstand, den auch die AK in ihrer Studie erwähnt. Danach werden bereits rund 30 % aller Nachhilfestunden von Lehrern abgehalten, gefolgt von Studenten mit 21 % und „anderen Privatpersonen“ mit 26 %. Nur 22 % gehen in professionelle Nachhilfeinstitute.

Autor:

Josef Hess aus Hollabrunn

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