22.03.2017, 11:39 Uhr

Strafverfahren wegen Fleischeslust im Suff

Richter Martin Bodner sollte Licht in das Dunkel einer alkoholschwangeren Nacht bringen. Staatsanwältin Gudrun Bischof vertrat die Anklage.

Die Erinnerungen einer 24-j. Frau und des wegen Vergewaltigung angeklagten Mannes (40) waren mehr als trübe.

RETZ/KORNEUBURG (mr). In der Nacht vom 12. auf 13. 11. lernten in einem Retzer Lokal eine 24-j. Hollabrunnerin und ein 40-j. Haugsdorfer einander kennen. Die Begegnung war extrem alkoholschwanger, vor allem die Frau dürfte es massiv erwischt haben.
Nach vier Uhr morgens machte man sich gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof, um die Frau mit dem ersten Zug in die Bezirkshauptstadt zu verfrachten. Auf dem Weg dorthin kam die Idee auf, eine Bekannte aufzusuchen, um bei ihr zu nächtigen. Diese hörte offenbar das Klingeln nicht.
Das folgende Geschehen auf einer Wiese hinter dem Haus ließ sich nicht aufklären. Objektiviert waren zerrissene Dessous, ein Zeuge glaubte auch eindeutige Bewegungen des auf der Frau liegenden Mannes erkannt zu haben.
Das Urteil: Rechtskräftiger Freispruch vom Anklagevorwurf - kein sicherer Nachweis einer Gewaltanwendung durch den Mann.
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