05.06.2017, 18:44 Uhr

Technik fürs Leben - 1. Preis geht an die HTL Hollabrunn

v.l.n.r.: Lukas Obermann, Lukas Rohrer, Michael Brandstötter und Betreuer Dipl.-Ing. Hubert Fichtinger
Maschinenbauer wurden mit renommiertem Technik-Preis der Bosch-Gruppe ausgezeichnet.
Die Schüler Lukas Obermann, Lukas Rohrer und Michael Brandstötter konnten mit ihrem Betreuer Dipl.-Ing. Hubert Fichtinger mit ihrer Diplomarbeit „Dinkelentspelzungsanlage“ die Jury überzeugen und den 1.Platz beim Bosch „Technik fürs Leben-Preis 2017“ in der Kategorie Industrietechnik erringen.
Initiator des Technik fürs Leben-Preises ist die Bosch-Gruppe in Österreich, ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, das in den Bereichen Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology tätig ist.
Ziel des Technik fürs Leben-Preises ist es, jährlich die besten Techniktalente an Österreichs Höheren Technischen Lehranstalten zu finden. Nach der Auszeichnung durch eine Experten-Jury wird den Gewinnerinnen und Gewinnern des Hauptpreises die Möglichkeit gegeben, ihr erworbenes Schulwissen in der Bosch-Gruppe in die Praxis umzusetzen: Sozusagen Technik fürs Leben zu entwickeln.
Bei der Preisverleihung des zehnten Technik fürs Leben-Preises am 31. Mai 2017 traten die Finalistinnen und Finalisten im Odeon Theater in Wien erstmals in einem Live-Pitch um den heißbegehrten „HTL-Oscar“ an.
Die Schüler der HTL Hollabrunn überzeugten die prominent besetzte Jury mit ihrer Innovation in der Kategorie Industrietechnik. Mit der Dinkelentspelzungsanlage wird die Schale, der sogenannte Spelz, vom Dinkel entfernt. Die Entspelzung erfolgt jedoch nicht wie derzeit üblich in einer Mühle, sondern durch Verwirbelung des Dinkels in einer Kammer mit Luft, wodurch eine deutlich schonendere Behandlung erreicht und ein höherer Wirkungsgrad erzielt wird. Anschließend wird das Gemenge über einen Verteiler der anschließenden Sichtung zugeführt. In diesem Teil der Anlage wird der Dinkel in die Fraktionen unentspelzter Dinkel, entspelzter Dinkel und Spelz bzw. Staub aufgetrennt.
Bemerkenswert war, dass die drei Maschinenbauer die Anlage nicht nur berechnet, konstruiert und gefertigt haben, sondern diese auch elektrifiziert und über eine SPS gesteuert haben. Diese Breite an fachlicher Kompetenz ist im Zeitalter der Industrie 4.0 ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Technikerinnen und Technikern, der die Abteilung Maschinenbau der HTL Hollabrunn über eine umfangreiche Ausbildung in den Bereichen der Anlagen- und der Automatisierungstechnik versucht gerecht zu werden.
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