27.11.2017, 09:47 Uhr

Josefstadt: Kein Zugang zu Palais Strozzi

Das Palais Strozzi: Jahrelang wurde versucht, durch die Öffnung mehr Grünraum für die Josefstadt zu gewinnen. (Foto: A. Savin)

Jahrelang wurde über den Zugang verhandelt, nun steht fest: Das IHS wird seine Pforten nicht für die Allgemeinheit öffnen.

JOSEFSTADT. Für die Öffnung gekämpft wurde lange – und das von vielen. Denn in dieser Sache waren sich alle im Bezirksparlament vertretenen Fraktionen einig: In der kleinen Josefstadt, wo Grünflächen Mangelware sind, ist die Öffnung öffentlicher Anlagen und Gebäude unumgänglich. Während man sich mit der Beamtenversicherung in der Josefstädter Straße auf Bedingungen für die Öffnung einigen konnte, ist das beim Palais Strozzi nicht geglückt. Als Grund wird vom Chef des dort ansässigen Instituts für Höhere Studien (IHS), Martin Kocher, angeführt, dass "ein Zugang über den Haupteingang des IHS aufgrund der entstehenden Probleme für uns ausscheidet". Auch eine zuvor angedachte Lösung, wonach die Öffentlichkeit über den Seiteneingang, der im Besitz eines anderen Hauseigentümers ist, Zugang erhalten könnte, ist gescheitert.

"Ich bin wirklich schwer enttäuscht, dass es hier offenbar zu keiner Lösung kommt", sagt Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP). Sie habe nicht mehr viel Hoffnung, dass doch noch ein Kompromiss in Sachen Öffnung gefunden werde – auch wenn vonseiten des IHS immerhin angeboten wurde, den Garten für einzelne Veranstaltungen der Bezirksvorstehung zu öffnen. "Ich finde es schon bedenklich, dass ein Institut, das mit öffentlichen Geldern finanziert wird, der Öffentlichkeit den Zutritt verwehrt", so Mickel-Göttfert.
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