Margaretens Unternehmer
Snorre zeigt, wie Upcycling aus einem Lattenrost geht

Die Gründer Thomas Maurer und Maximilian Klammer.
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  • Die Gründer Thomas Maurer und Maximilian Klammer.
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Das Margaretner Unternehmen Studiolo präsentiert ihr erstes Produkt mit dem Namen "Snorre".

WIEN/MARGARETEN. Ein Lattenrost musst nicht immer zum Gähnen sein. Das beweisen Maximilian Klammer und Thomas Maurer. Sie verwandeln das Schlafzimmerprodukt in einen Pflanzenständer. Den grünen Daumen muss man dafür aber selber mitbringen.

Klammer (30) und Maurer (29) stecken hinter dem Start-up Studiolo. Im Juli 2021 haben die beiden das Margaretner Unternehmen gegründet. Nun stellen sie mit Freude ihr erstes Produkt vor: Snorre. Diejenigen, die jetzt an einen Nachbau des Charakters aus Wickie gedacht haben, liegen leider falsch. Vielmehr haben sich Klammer und Maurer dem Thema Upcycling gewidmet.

Ab 15. April startet der Online-Shop. | Foto: studiolo
  • Ab 15. April startet der Online-Shop.
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So schläft Wien

Aus 18 bis 26 Bettlatten wird ein Snorre, also ein Pflanzenständer, gebaut. "Somit werden 90 Prozent aller Snorre aus einem Lattenrost gebaut. Da wir aber natürlich keine Bettlatten verschwenden wollen, werden 10 Prozent aus den Überresten der Bettlatten zusammengebaut", erklären die Gründer. Alle Lattenroste werden dabei direkt vom Sperrmüll bezogen und in Wien gemeinsam mit der Caritas von Hand zusammengesetzt.

Egal ob Kinder- oder Doppelbett: Wer einmal auf dem Lattenrost geschlafen hat, bleibt für immer ein Geheimnis. "Wir finden so gut wie keinen Lattenrost zweimal", so die Unternehmer. Die meisten waren jedoch Wiener, denn die Lattenroste kommen direkt von der MA 48. Die upgecycelten Pflanzenständer gibt es in den Größen von 60 bis 140 Zentimetern sowie in unterschiedlichsten Farben.

Es muss kein klassischer Pflanzenständer sein, es kann auch ein Champagnerkühler sein. | Foto: studiolo
  • Es muss kein klassischer Pflanzenständer sein, es kann auch ein Champagnerkühler sein.
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Unikate im Online-Shop

"Es war uns von Beginn an wichtig, den sozialen Gedanken im gesamten Projekt gleich mit einzubinden", so die zwei gebürtigen Kärntner. Deshalb haben sie sich zum Ziel gesetzt, das Projekt in Zusammenarbeit mit den sozialökonomischen Betrieben zu gestalten. Die Volkshilfe holt die Lattenroste direkt von der MA 48 ab. Danach werden sie zerlegt und die Wörkerei der Caritas baut sie zu einem Unikat zusammen.

Bei wem jetzt das Interesse geweckt wurde, der sollte am 15. April in den Online-Shop www.snorre.cc schauen. Denn das ist der Startschuss der beiden Unternehmer mit 50 Unikaten ab 120 Euro. "Wir haben kein klassisches Geschäft in der Viktor-Christ-Gasse. An alle Wiener appellieren wir aber, ihren Snorre nach dem Kauf im Online-Shop direkt bei uns abzuholen, um den CO₂-Fußabdruck durch Versand gering zu halten", erwähnt Thomas Maurer. Aber auch auf lokalen Märkten wie dem „Edelstoff – Markt für junges Design“ und der „Blickfang-Designmesse“ wird der Pflanzenständer verkauft.

"To snore" heißt aus dem Englischen übersetzt "schnarchen", somit ist der Name "Snorre" passend zum Ausgangsmaterial – dem Lattenrost. | Foto: studiolo
  • "To snore" heißt aus dem Englischen übersetzt "schnarchen", somit ist der Name "Snorre" passend zum Ausgangsmaterial – dem Lattenrost.
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Und wer sich jetzt fragt, woher der Produktname kommt: "Der Name wurde uns spaßhalber von Maximilians Vater in den Mund gelegt. Wir fanden ihn so passend, dass wir ihn direkt behalten haben", verrät Thomas Maurer. Außerdem heißt Schnarchen auf englisch "to snore", somit auch passend zum Ausgangsmaterial – dem Lattenrost.

Zuhause im Creative Cluster

Snorre hat seinen Firmensitz in der Viktor-Christ-Gasse 10. Genauer gesagt im Creative Cluster. Dabei handelt es sich um ein kreatives Zwischennutzungsprojekt für Kulturschaffende und Kreative. Mehr dazu gibt es hier nachzulesen. 

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