Mödling
Ein Kindergarten mitten im Wald

Julia Dornervor dem Mödlinger Waldklassenzimmer: "Man kann viel von der Natur lernen, und auch lernen, ihr viel zurück zu geben".
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  • Julia Dornervor dem Mödlinger Waldklassenzimmer: "Man kann viel von der Natur lernen, und auch lernen, ihr viel zurück zu geben".
  • hochgeladen von Rainer Hirss

BEZIRK MÖDLING. Eigentlich war Julia Dorner, von Beruf Archäologin und derzeit an der Wiener Akademie der Wissenschaften tätig, auf der Suche nach einem Waldkindergarten für ihre eigene Tochter, wurde im Bezirk allerdings nicht fündig. So kam ihr der Gedanke, ein solches Projekt selbst auf die Beine zu stellen. Im April 2018 wurde sie mit der Idee erstmals bei der Stadtgemeinde vorstellig, der das Projekt mittlerweile auch sehr am Herzen liegt: "Seitens der Gemeinde habe ich von Anfang an tolle Unterstützung bekommen, für die ich sehr dankbar bin", erzählt Dorner beim Lokalaugenschein im Waldklassenzimmer, das die Kindergartengruppe ab Herbst beheimaten wird.

Waldklassenzimmer

Der ehemalige Forstschuppen wurde bereits vor knapp zwei Jahren von der Gemeinde liebevoll hergerichtet und dient seither als Waldklassenzimmer, in dem Schülern der Wald nähergebracht und Naturwissen vermittelt wird. Auch Julia Dorner nutzt die Hütte aktuell für ihre Waldgruppen, die jeden 2. Freitag nachmittags abgehalten werden (Diese sind offen für alle, Infos unter www.waldleos.at). Im kommenden Herbst startet dann dort der Waldkindergarten. Erster Treffpunkt in der Früh wird um 7:30 Uhr beim Parkplatz Meiereiwiese sein, von dort wird gemeinsam zum Waldkindergarten gegangen. 'Nachzügler' werden dann von den Eltern zum Holzhaus begleitet, die Abholung (der Kindergarten wird inkl. Nachmittagsbetreuung bis 15 Uhr geöffnet halten) erfolgt dann individuell. So dient der Weg die Meiereiwiese entlang auch den Eltern zum Abschalten und Runterkommen.

Von der Natur lernen

Besonders viele Vorteile hat der Kindergarten in der Natur aber für die Kinder, wie Dorner erzählt: "Hier wirken viel weniger Sinneseindrücke auf das Kind ein, dass sich so viel besser und differenzierter selbst spüren kann. Aber auch für die Motorik hat es große Vorteile für ein Kind, wenn es sich schon früh viel in der Natur bewegt, die Kinder werden dadurch sicherer. Auch das Erlernen bzw. das Begreifen der Sinnhaftigkeit von Regeln fällt Kindern in der freien Natur viel leichter". In der Nähe des Waldklassenzimmers befinden sich außerdem auch viele Besonderheiten, die als Abwechslung auf die Kinder warten, wie etwa das Salamanderbiotop, und Julia Dorner ist überzeugt: "Man kann viel von der Natur lernen, und auch lernen, ihr viel zurück zu geben". Angst, dass die Kinder im Winter samt Kindergarten im Wald eingeschneit werden, braucht freilich niemand zu haben: Das Eltern-Kind-Zentrum in der Hauptstraße dient als Ausweichquartier für wetterbedingte Notfälle, also Schneefall, Dauerregen oder Eiseskälte.

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