Im Gespräch mit Gesundheits-und Sozialstadträtin Roswitha Zieger
Hotline für Besorgungen für ältere Menschen

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Im Gespräch mit Sozialstadträtin Roswitha Zieger.

Im Gespräch mit Sozialstadträtin Roswitha Zieger.

Bezirksblätter: Die Bevölkerung ist verängstigt und verunsichert. Vor allem auch dadurch, dass in den sozialen Medien immer mehr unbestätigte Nachrichten kursieren. Wie sicher ist das Mödlinger Klinikum? Gibt es einen infizierten Arzt in der Unfallabteilung und ist die Abteilung geschlossen?

Zieger: Alle Ambulanzen und Stationen sind zur Zeit geöffnet. Es war noch nie so sicher im Krankenhaus, da alle möglichen Infektionspatienten über einen gesonderten Eingang ins Klinikum gebracht und isoliert werden. Personal ist zur Zeit ausreichend vorhanden. Ich habe großes Vertrauen in die Ärzte und das Pflegepersonal, die großartige Arbeit leisten.

Bezirksblätter: Befürchten Sie einen Engpass an Personal im Klinikum?
Momentan ist davon nicht auszugehen, aber dies liegt nicht in meinem Aufgabenbereich.

Bezirksblätter: Was empfehlen Sie den Bürgern, um nicht solchen Fake News zu erliegen?

Zieger: Die Bürger sollen sich ausschließlich bei offiziellen Stellen erkundigen und nicht auf Trugnachrichten von Facebook und Co hereinfallen. Es kursieren viele Fehlinformation die die Menschen verunsichern.

Bezirksblätter: Worauf sollen die Bürger in dieser Notlage noch achten?
Zieger: Besonders älteren Personen möchte ich mit Nachdruck ersuchen zu Hause zu bleiben. Bitte nehmen sie die Hilfe Ihrer Familie, Ihrer Nachbarn oder des TEAM Mödling in Anspruch.

Bezirksblätter: Das hört sich einfach an, ist aber in der Tat nicht leicht umsetzbar. Was sollen Personen über 60 Jahre machen, die auf keine Hilfe vertrauen können?

Zieger: Es haben sich viele junge Leute gemeldet, alten Menschen ohne familiärer Unterstützung zu helfen. Da ist ein enormer Zusammenhalt über Parteigrenzen spürbar. Unter der Kontaktnummer 0699 144 212 60  können Betroffene in der Zeit von 7 – 16 Uhr von Montag bis Samstag anrufen. Von Einkaufen über Besorgungen in der Apotheke übernehmen die Freiwilligen diese Tätigkeiten. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Jugendrotkreuz Mödling, das die schwierige Koordination der Helfer
unter der Leitung von Theo Arbat übernimmt. Großartig, wie verantortungsvoll und einsatzwillig unsere Jugend ist.

Bezirksblätter: Sie haben als erste intuitiv eine Veranstaltung rund um Ostern abgesagt – da waren wir noch weit entfernt von der heutigen Situation. Wie schätzen sie die künftige Situation ein?
Zieger: Wir haben damals entschieden, verantwortungsvoll jedes Risiko zu vermeiden. In den nächsten Wochen ist es wichtig Kontakte zu vermeiden – jeder kann einen großen Beitrag zur Eindämmung leisten. Die Situation verändert sich täglich.

Gesundheits- und Sozialstadträtin Roswitha Zieger an die Stadtbevölkerung
Liebe Mödlingerinnen! Liebe Mödlinger!
In dieser herausfordernden Zeit, müssen wir zusammenhalten. Viele Freiwillige haben sich bereit erklärt, jene zu unterstützen, die wir besonders schützen müssen. Wir haben daher eine Hotline für eingerichtet. Wenn Sie über 65 Jahre alt sind oder einer Risikogruppe angehören
und keine familiäre Unterstützung in Anspruch nehmen können, bitte rufen Sie uns an. Bitte bleiben Sie zu Hause! Wir erledigen sowohl Lebensmitteleinkäufe als auch die Besorgung von Medikamenten für Sie. Bitte teilen Sie diese Information, erzählen sie es weiter und vor allem scheuen Sie sich bitte nicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Wir sind ein Team! Wir halten zusammen! Wir schaffen das! Ihre Sozialstadträtin Roswitha Zieger

Roswitha Zieger mit Theodor Abart und Michael Dorfstätter an der Hotline.
Autor:

Martina Cejka aus Mödling

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