4.000 Unterschriften für Traditionsfleischer

Lujza Culum und Sylvia Leser vom Café Primadonna in der Rankgasse initiierten die Unterstützungsliste.
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Die Unterstützungsliste für Herbert Klaghofer wird täglich länger

Seit über hundert Jahren gibt es die Fleischerei in der Rankgasse, im Jänner wurde das Mietverhältnis aber gekündigt. Klaghofer kämpft vor Gericht für seinen Verbleib, viele tausend Anrainer und Kunden hoffen, dass er die Pforten nicht schließen muss.

Die Nachricht, dass der Traditionsfleischerei in der Rankgasse das Mietverhältnis aufgekündigt wurde, sorgte nicht nur unter den Anrainern für Aufruhr. Um ihren Unmut darüber Ausdruck zu verleihen, organisierten Nachbarn von Herbert Klaghofer eine Unterstützungsliste. Mittlerweile sind auf dieser Liste unglaubliche 4.000 Unterschriften zusammen gekommen – und das nicht nur von Ottakringern, sondern aus ganz Wien und sogar umliegenden Gemeinden in Niederösterreich.

Vorwürfe nicht nachvollziehbar
Der Tenor der Unterstützer lautet: Die Fleischerei Klaghofer in der Rankgasse muss bleiben. Warum sein Mietverhältnis im Jänner so plötzlich gekündigt wurde, das versteht Herbert Klaghofer nicht. Begründet wird die Kündigung mit einem „unsachgemäßen Gebrauch des Mietgegenstandes“ sowie „unleidliches Verhalten“ seitens der Mietpartei. Vor allem die „unsachgemäße Reinigung“, die das Mietobjekt über das normale Ausmaß beanspruche, wird von Seiten des Hausbesitzers bemängelt. Vorwürfe, die Klaghofer geschockt haben und die er bis heute nicht nachvollziehen kann. Ganz im Gegenteil: Seit über hundert Jahren gibt es in dem Gassenlokal eine Fleischerei, Beschwerden aber hätte es nur sehr selten gegeben.

Gericht muss entscheiden
Kampflos aufgeben möchte Klaghofer daher nicht – und ficht die Kündigung vor Gericht an. „Derzeit häufen sich einige Indizien, die für uns sprechen“, sagt Klaghofer. Die vorgeworfenen Feuchtigkeitsschäden durch die tägliche Reinigung kämen seiner Meinung nach tatsächlich eher von defekten Leitungen. Er selbst ist sich jedenfalls keiner Schuld bewusst – eine Frage, die nun das Gericht klären muss. Vor kurzem fand dazu auch ein Lokalaugenschein statt. Frühestens im Herbst dürfte es eine Entscheidung geben. Viele tausende Anrainer und Kunden hoffen jedenfalls darauf, dass der Traditions-Nahversorger seine Pforten nicht schließen muss. Klaghofer selbst kann nur warten: „Derzeit fühle ich mich wie ein Ball in den Gezeiten.“

Autor:

Michael Riedmüller aus Brigittenau

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