23.10.2017, 15:03 Uhr

Cannabidiol ist im Mostviertel am "Vormarsch"

Der Wieselburger Stefan Fries vertreibt Cannabidiol-Produkte in Scheibbs und Amstetten sowie in Kürze auch in St. Pölten.

Der Wieselburger Stefan Fries verkauft in seiner etwas anderen Gärtnerei in Scheibbs Cannabidiol-Produkte.

REGION. Nachdem der Wieselburger Stefan Fries unter dem Namen "Hemp Selection" bereits zwei etwas andere Gärtnereien in Scheibbs und Amstetten betreibt, in denen er Hanfpflanzen sowie Blüten und Harz anbietet, die einen hohen Cannabidiol-Gehalt aufweisen, wird er aufgrund der großen Nachfrage nach CBD-Produkten am 2. November einen CBD-Shop in St. Pölten eröffnen.

Renaissance der Hanf-Medizin

"Cannabis war in unserer Region früher weitverbreitet und wurde bis in die 1920er-Jahre in Österreich sowohl als Nutz- als auch Medizinalhanf im großen Stil angebaut. Seit einiger Zeit erlebt die Cannabis-Medizin eine Renaissance und man setzt dabei vor allem auf den Hanf-Wirkstoff Cannabidiol (CBD), welcher laut neuesten medizinischen Studien Krämpfen, Entzündungen, Angstzuständen, Übelkeit und vor allem Schmerzen aller Art sehr erfolgreich entgegenwirken soll", erzählt Stefan Fries aus Wieselburg.

Patientenzahlen verdreifacht

Die medizinische Wirkkraft des Inhaltsstoffes Cannabidiol verleiht der medizinischen Hanf-Forschung im Land neuen Schwung.
"Die Patientenzahlen haben sich in Österreich während der letzten drei Jahre verdreifacht und immerhin 61 Prozent aller Österreicher stehen laut Umfragen einer Cannabis-Freigabe für medizinische Zwecke positiv gegenüber. Außerdem wünschen sich 66 Prozent, dass Cannabidiol in Alters- und Pflegeheimen eingeführt wird, um auf viele starke Schmerzmittel wie Opiate verzichten zu können", gibt der Allgemeinmediziner und Hausarzt Kurt Blaas, der als Pionier und Experte der Cannabis-Medizin gilt, bei einem Vortrag im Zuge der Hanf-Messe "Cultiva" in Vösendorf Auskunft.

Heilung durch das Arzneimittel Hanf

Pflanzlichen Cannabis-Produkten wird ein positiver Effekt, unter anderem bei Spastizität im Zusammenhang mit Multipler Sklerose, bei spastischen Lähmungen, bei Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit Chemo- und Strahlentherapie bei Krebserkrankungen und mit HIV-Medikation, bei chronischen neuropathischen Schmerzen, beim Tourette-Syndrom und in der palliativen Behandlung von Krebs und AIDS, zugesprochen. Die genannten Anwendungsgebiete ergeben sich im Wesentlichen aus den Wirkungen der Inhaltsstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD).

Cannabidiol zu medizinischen Zwecken

Cannabidiol (CBD) ist ein kaum psychoaktives Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Laut neuesten medizinischen Studien wirkt es unter anderem entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend oder gegen Übelkeit, weshalb der Hanf-Inhaltsstoff momentan in aller Munde ist. CBD ist neben Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) der bekannteste Wirkstoff der Hanfpflanze. Da CBD keinen rechtlichen Beschränkungen wie THC unterliegt, findet es eine breite praktische Verwendung.

Mehr Informationen zum Thema "Cannabis als Medizin" und zu Hemp Selection.
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