29.09.2014, 08:27 Uhr

Biomasse-Heizwerk in Fischamend eröffnet!

Kurz vor Beginn der Heizsaison wurde vergangenen Freitag das Biomasse-Heizwerk am alten Flugfeld offiziell eröffnet. Das neue, von der EVN gebaute Heizwerk versorgt sowohl öffentliche Gebäude, als auch 1.000 Fischamender Haushalte mit Wärme und spart jährlich 1.000 Tonnen CO2 ein.
Zahlreiche Fischamender BürgerInnen fanden den Weg zum alten Flugfeld um sich persönlich ein Bild von der neuen Heizwerkanlage zu machen. Bürgermeister Mag. Thomas Ram konnte unter den zahlreichen Ehrengästen auch Energielandesrat Dr. Stephan Pernkopf und EVN-Vorstandssprecher Ing. Dr. Peter Layr begrüßen.
Vize-BGM Ing. Gerald Baumgartlinger erläuterte den großen Vorteil des Biomasse-Heizwerks: „Der Energieträger ist CO2-neutral, das heißt werden Bäume in der Fischamender Au für das Bioheizwerk gefällt und schlussendlich verbrannt, wird sofort eine Ersatzpflanzung durchgeführt. Diese nimmt das durch die Verbrennung entstandene CO2 wieder auf und es entsteht ein CO2-neutraler Kreislauf.“
Im Gegensatz zur Verbrennung von Erdgas und Erdöl wird kein zusätzliches CO2 produziert und dadurch ein wertvoller Beitrag für den Umweltschutz geleistet. Ein weiterer positiver Aspekt des Bioheizwerks ist die regionale Wertschöpfung. Das Geld wandert durch die lokale Herstellung der Wärme nicht ab, sondern bleibt bei den Firmen, die bei der Planung und Errichtung des Heizwerkes und des Fernwärmenetzes beteiligt waren.
„Mit der Eröffnung des Bioheizwerkes ist Fischamend dem langfristigen Ziel energieautark zu werden einen entscheidenden Schritt näher gekommen.“ so Baumgartlinger. Die Abhängigkeit vom Gaspreis bzw. vom Erdölpreis und all seinen Schwankungen, sowie Lieferengpässe aufgrund politischer Unruhen sollen somit der Vergangenheit angehören.
Auch Landesrat Stephan Pernkopf zeigte sich über den Betrieb des neuen Bioheizwerkes sehr erfreut: „Hier wird Energie aus eigener Kraft erzeugt und gleichzeitig die Stadt ein Stück unabhängiger gemacht.“
EVN-Vorstandssprecher Ing. Dr. Peter Layr zeigte sich stolz, dass die Stadtgemeinde Fischamend die EVN als strategischen Partner ausgewählt hat. „Es ist einzigartig, dass in Fischamend alles lokal aufgebracht werden kann und die Biomasse von der Gutsverwaltung Pecina, der Agrargemeinschaft Dorf und der Stadt selber transportiert und verwertet wird.“ Weiters bedankte sich Layr beim Bauamt für die hohe Professionalität in der Abwicklung, wodurch das Heizwerk in nicht einmal einem Jahr fertigstellt werden konnte.
Mit der EVN hat die Stadtgemeinde Fischamend einen verlässlichen und erfahrenen Partner gefunden. Das Unternehmen betreibt bereits über 60 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und ist mit einem Einsatz von rund 1,5 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.
Im Anschluss an die offizielle Eröffnung lud die EVN zu einer kleinen Stärkung ein. Die Blasmusikkappelle Göttlesbrunn-Arbesthal sorgte für die musikalische Umrahmung.
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