20.11.2017, 12:39 Uhr

Riesige Flut schockt Pellendorf

Am Wochenende gab es eine Überschwemmung. (Foto: Michael Sippel)

Damm durchweicht: Kalter Gang schwappte über Böschung bis 150 Meter vor den Wohnhäusern. Nächste Woche erste Gespräche.

Die Probleme sind nicht neu. Jetzt schrillen die Alarmglocken. Denn der scheinbar ruhige Kalte Gang ist am Wochenende übergelaufen. Die Wassermassen sind nur rund 150 Metern vor den Wohnhäusern zum Stehen gekommen.

Damm mit Löchern

Der Damm, der offiziell nur als Böschung tituliert wird, steht schon länger in Kritik von Feuerwehrleuten und der Himberger VP. Seit mehreren Jahren warnt die türkis-schwarze Gemeinderätin Claudia Hofbauer vor den Gefahren des Kalten Ganges: "Das Niveau des Bachbetts ist durch die jahrzehntelang vernachlässigte Pflege gestiegen, der Damm ist aufgeweicht. Der Biber tut ein Übriges, bringt Bäume zu Fall und gräbt Löcher in die Uferböschung. Bisher sahen die Behörden keine Gefahr im Verzug oder erklärten sich unzuständig, auch das Bibermanagement erkannte keine Bedrohung durch die Tiere."

Alarm schon im Juli

„Schon im Juli ist ein Biberloch aufgebrochen und hat einen Hektar dreschfertigen Weizen unter Wasser gesetzt. Damals habe ich mit allen Stellen gesprochen und es wurde mir Hilfe zugesagt. Geschehen ist leider nichts. Jetzt ist die nächste Überschwemmung da und dabei hat es nicht einmal geregnet. Noch dazu war das Wasser nur 150 Meter von den Häusern der Bachgasse entfernt. Nicht auszudenken, welcher Schaden bei Regen entstanden wäre“, ist Claudia Hofbauer verzweifelt. „Ich habe umgehend das Büro von Landesrat Pernkopf um Hilfe gebeten, damit endlich was passiert. Dieses hat Hilfe zugesagt und die Abteilung Wasserbau vom Land NÖ damit beauftragt.“

Halber Meter Schlamm

Experten der Feuerwehr hatten zudem bekrittelt, dass der halbe Meter Schlamm im Bachbett ausgebaggert werden muss. Hofbauer: „Ich habe mehrmals darauf hingewiesen, dass Vertreter unserer Feuerwehr unbedingt beim Termin dabei sein müssen, da es ja die Feuerwehr ist, die im Notfall ausrücken und anpacken muss. Die Kameraden kennen die Schwachstellen des Kalten Ganges schließlich am besten. Ich hoffe, dass es in der Gemeinde zu einem Schulterschluss kommt, damit die Anrainer des Kalten Ganges wieder ruhig schlafen können!“
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