Ärgernis Brandlbrücke

Die Gehsteigkante ist laut Heidi Hamberger ein Risiko für gehbehinderte oder ältere Menschen.
  • Die Gehsteigkante ist laut Heidi Hamberger ein Risiko für gehbehinderte oder ältere Menschen.
  • Foto: E. Schmidbauer
  • hochgeladen von Elisabeth Schmidbauer

Für Gehbehinderte gestaltet sich die Gehsteigkante auf der Brandlbrücke zur Barriere.

EBREICHSDORF. Es ist ganz offensichtlich, dass die Brandlbrücke schon lange ein Reizthema für Heidi Hamberger ist. "Bereits vor der Sanierung 2011 war das immer unglaublich mühselig, wenn ich mit meiner Mutter im Rollstuhl unterwegs war", erzählt sie. Der Grund: "Direkt auf der Brandlbrücke ist ein Zebrastreifen, hier sollen wir Fußgänger die Straße queren, doch aus irgendeinem Grund hat man hier den Gehsteig nicht abgeflacht." Eine Barriere für jeden, der mit Kinderwagen, Rollstuhl oder in anderer Hinsicht eingeschränkt unterwegs sei. "Dieser Schritt über die Gehsteigkante kann für Rollstuhlfahrer aber auch gefährlich sein!", so Hamberger weiter. "Meine Mutter wäre einmal sogar beinahe rausgekippt." Also wurde der Zebrastreifen vermieden, man überquerte die Straße von nun an einige Meter weiter versetzt. "Was ja eigentlich nicht erlaubt ist", so die Ebreichsdorferin. "Eine Bekannte wurde sogar von einem Polizisten gerügt, nur weil sie mit ihrer Mutter im Rollstuhl neben dem Zebrastreifen die Straße querte."

Bei Sanierung ignoriert

Was Heidi Hamberger aber am meisten erzürnt: "Die Brücke wurde 2011 saniert, allerdings vom Land Niederösterreich, weil das eine Landesstraße ist - dennoch dürfte auch jemand von der Gemeinde bei der Begehung dabei gewesen sein. Und trotzdem hat man die Gehsteige im Zuge der Sanierung nicht abgeflacht, das verstehe ich einfach nicht!" Jetzt, nach der Sanierung, könne man das nicht mehr ändern, wie Hamberger in Erfahrung bringen konnte: "Laut zuständiger Baufirma in Wiener Neustadt kann man das im Nachhinein aus statischen Gründen nicht mehr ändern." Bei den Verantwortlichen der Gemeinde Ebreichsdorf sei Heidi Hamberger auf wenig Verständnis gestoßen, wie sie sagt: "Die meinten dort nur, wir sollen halt bei einem anderen Zebrastreifen über die Straße gehen. Aber wenn man gehbehindert ist, ist jeder weitere Meter, den man gehen muss, zu viel!" Ihr Vorwurf an die Gemeinde: "Hier hat die Gemeinde einfach verabsäumt, darauf hinzuweisen, dass man das behindertengerecht und barrierefrei gestaltet!"

Gehsteig zu schmal

Ganz so einfach ist es jedoch nicht, wie Ortschef Wolfgang Kocevar betont: "Ich habe das in unseren Niederschriften überprüft und kann bestätigen, dass der zuständige Stadtrat bei der Begehung dabei war, allerdings wurde auch von unserer Seite thematisiert, dass da eine Rampe hinsoll. Die ist vom Verkehrssachverständiger des Landes Niederösterreich jedoch nicht genehmigt worden." Denn, so der Bürgermeister weiter, der dort verlaufende Gehsteig sei zu schmal dafür. "Man hätte die Rampe so steil machen müssen, dass sie laut Sachverständigem gar keinen Sinn gemacht hätte und flacher hätte man sie nicht machen dürfen, weil man dann zu weit in den Gehweg beziehungsweise dem dort mündenden Radweg hineingekommen wäre."

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