Der Kreis ist geschlossen
Bewegte Geschichte des Klosters Klein Mariazell

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Das ehemalige Kloster Mariazell in Österreich, nunmehriges Klein-Mariazell, liegt im westlichen Teil des auslaufenden Wienerwaldes, im oberen Triestingtal, auf rund 440 Metern Seehöhe. Klein-Mariazell gehört der Marktgemeinde Altenmarkt an der Triesting an, die die Orte, mit je einer Wallfahrtskirche, St. Corona, Klein-Mariazell, Thenneberg, Hafnerberg-Nöstach und Altenmarkt selbst umfasst. 

Das 1120 erbaute Kloster durchlebte im laufe der Jahrhunderte eine sehr bewegte Zeit.
Von einer großen, mächtigen Abtei samt Zehentanspruch sowie päpstlichen Schutz im 13. und 14. Jahrhundert über ihre beinahe vollständige Zerstörung 1464 sowie 1532, Wiederaufbau samt Klostertaverne sowie Rückkehr der Äbte 1683.  Dieser Wiederaufbau führte jedoch dazu das sich das Kloster total überschuldete und nach einem Kassasturz 1760 kam die Erkenntnis, dass das Kloster total überschuldet war. Nur  die finanziellen Hilfen des Heimatklosters Kremsmünster ermöglichten den Fortbestand des Klosters.  1782, unter Kaiser Joseph II, stellte den absoluten Tiefpunkt des Stiftes dar. Am 5. November 1782 wurde das Kloster aufgehoben, die Gebäude, Kirche und Gründe dem Stift Melk unterstellt und es diente fortan der Unterbringung von geisteskranken Mönchen.
Bis zur Wiedereinweihung der neu restaurierten Kirche, 1998 durch Kardinal Christoph Schönborn, durchlief das Kloster noch weitere sehr bewegte Jahrhunderte.  
Heute zählt die, 2007 zur Basilika minor erhobene und auf das Fest Mariä Himmelfahrt geweihte, Kirche zu einer der fünf Wallfahrtskirchen im Gemeindegebiet Altenmarkt an der Triesting. Auch dieser Umstand, fünf Wallfahrtskirchen in einer Gemeinde, stellt ein Novum dar.

Vier der fünf Wallfahrtskirchen im Gemeindegebiet verfügen bereits über eine sogenannte Kulturtafel. Auf dieser Tafel erfahren die interessierten Besucher alle  geschichtlichen als auch kirchlichen Informationen über das jeweilige Gotteshaus. Lediglich bei der  Basilika Klein Mariazell fehlte diese Informationstafel noch.
Großer Diskussionspunkt stellte die Anbringung der Tafel dar. Die Tafel sollte doch von möglichst vielen Besuchern gesehen werden und daher am Kirchenplatz angebracht sein. Neben dem Klosterladen würde sie nur von der Hälfte der Leute wahrgenommen. Ebenso ist sie so konzipiert, dass man vor der Kirche stehen sollte und sie im Blick haben sollte, was auch neben dem Klosterladen nicht der Fall ist.
Es ist auch der Schlegelstich drauf, der von Westen auf das Kloster blickt, daher sollte die Tafel auch aus westlicher Richtung angesehen werden können.
Nach vielen Gesprächen ist man zum Schluss gekommen, dass der beste Platz fürs Erste doch am Kirchenplatz auf der leeren Mauer neben dem Schaukasten sei. Nachdem alle Details geklärt waren, fand am 15. August 2020, zu Maria Himmelfahrt, die feierlich Enthüllung sowie Segensgebung der Kulturtafel statt. 
Nach dem Marienhochamt, geführt vom Abt des Stift Heiligenkreuz Maximilian Heim, wurde die Kulturtafel, begleitet von zahlreichen Zusehern, von Maximilian Heim, Bürgermeister Josef Balber, dem Kirchenhistoriker Thomas Aigner sowie dem Abt von Klein Mariazell  Alois Hüger enthüllt und der Öffentlichkeit übergeben.
Somit schließt sich der Kreis und an alle fünf Wallfahrtskirchen sind geschichtliche und kirchliche Informationen für alle Besucher übersichtlich und im Kurztext ersichtlich.

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