24.03.2016, 11:58 Uhr

Bilanz der Menschlichkeit: Rotes Kreuz präsentiert Leistungsbericht

(Foto: Rotes Kreuz/Anna Stöcher)
BEZIRK. Über 1.400 Notarzteinsätze, 34 Blutspendeaktionen oder 280 Freiwilligenstunden allein im Seniorentageszentrum Breitenbrunn sind nur einige Daten des über 100-seitigen Leistungsberichts 2015 des Roten Kreuzes.

First Responder

42 First Responder im Bezirk Eisenstadt haben 385 Einsätze bewältigt – das ist ebenfalls im Bericht angeführt. Die Bezirksblätter haben sich mit Rudi Brunäcker unterhalten. Er ist im vergangenen Jahr allein 44 mal zum First Responder-Einsatz ausgerückt.

„Es geht um jede Minute“

„Wir werden zeitgleich mit Rettung oder Hubschrauber durch SMS oder Anruf alarmiert. Am Einatzort checken wir den Patienten, verschaffen uns einen Überblick und geben unsere Erkenntnisse an die Zentrale weiter“, erklärt Brunäcker das Prozedere.
Im Schnitt ist der First Responder zehn bis 15 Minuten vor dem Einsatzmittel am Unfallort. „Es geht oft um jede Minute! Knapp ein Viertel der Patienten würde ohne First-Responder Einsätze möglicherweise nicht überleben“, betont der OP-Assistent die Wichtigkeit der First Responder.

Rasche Hilfe

Drei bis acht Minuten benötigt Brunäcker bis zum Einsatzort innerhalb des Orts. „Außerhalb von Purbach bin ich nur, wenn jede Hand gebraucht wird. Denn da bin ich kaum schneller als die Rettung“, erklärt Brunäcker, der seit 2006 First Responder ist und seither 266 Einsätze bewältigt hat.
In seinem Notfallrucksack hat er stets Sauerstoff, einen Defibrilator oder Verbandsmaterialien bereit. „Oft geht es nur darum, die Patienten abzulenken und zu beruhigen – also den Schock zu bekämpfen. Und das hilft!“, erklärt Brunäcker, der selbst bereits seit 1987 beim Roten Kreuz ist, dort auch die Ortsgruppe Purbach leitet.
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