11.07.2016, 00:00 Uhr

"Österreichisches" Dorf in der Westukraine

(Foto: privat)
ST. VALENTIN. Seit zehn Jahren fährt Josef Rametsteiner aus St. Valentin in die Ukraine nach Ust-Tschorna. Das Dorf war früher Teil des Habsburger-Reiches, als es noch Königsfeld geheißen hat. Heute leben dort Familien, die sich etwas Österreichisches bewahrt haben. Sie sind Nachkommen der sogenannten Landler, die von Maria Theresia vor rund 250 Jahren ausgesiedelt worden sind.

Im Theresiental wird immer noch österreichischer Dialekt gesprochen, teilweise wie in Österreich vor etwas mehr als 100 Jahren. Damals gehörte dieser Landstrich zu Österreich-Ungarn.

Einmal im Jahr ist Rametsteiner im Theresiental. "Die Leute dort leben in absoluter Armut", sagt er. Früher hat war er bei der Eisenbahn, heute – als Pensionist – hilft er im Volksheim St. Valentin aus. "Wir bringen ihnen Kleidung, Schuhe, Schulsachen." Vor allem die Schulen und Kindergärten sind schlecht ausgestattet in Königsfeld und Deutsch-Mokra, dem zweiten Ort in den Westkarpaten, den der St. Valentiner regelmäßig einen Besuch abstattet.

Die Löhne bewegen sich in diesem Teil der Ukraine um 200 Euro. Ein Liter Benzin kostet dennoch einen Euro wie hierzulande, Schweinefleisch vier Euro das Kilo. Rametsteiner ist ständig auf der Suche nach Spenden, aktuell nach Laptops. Wer etwas abzugeben hat, kann sich bei ihm unter der Nummer 0676/5713090 melden.

"Bedanken möchte ich mich vor allem bei der Firma Stöger Kfz-Werkstatt möchte ich mich bedanken", sagt Rametsteiner. "Sie haben uns einen Transporter kostenlos zur Verfügung gestellt. dadurch konnten wir die fünffache Menge an Hilfsgütern mitnehmen."
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