26.04.2016, 12:55 Uhr

Seit zwanzig Jahren Mostheuriger

von li.: Freundin Monika Schnetzinger, Karl Lettner jun, Maria(Schwester), Eleonora (Mutter) und Karl Lettner sen. (Vater) (Foto: privat)
ST. PANTALEON-ERLA. Er ist weit über die Grenzen von Erla hinaus bekannt und beliebt, der Mostheurige Lettner in Erla. Bereits vor zwanzig Jahren haben sich Karl und Eleonora Lettner entschieden einen Mostheurigen zu eröffnen. „Wir hatten diesen Traum schon eine ganze Weile. Die Grundidee war, dass wir unsere Produkte selbst vermarkten und verkaufen wollen“ erzählt Eleonora Lettner, die in der Küche mit großer Umsicht und Fingerspitzengefühl das Kommando führt.

„Wir machen wirklich alles selbst. Unsere eigenen Schweine werden zu Speck, Bratl, Blutwurst, Speck- oder Haschee Knödel verarbeitet und den Gästen serviert. Nebenbei mache ich noch Marmeladen und Mehlspeisen selbst“ erzählt die rührige Landwirtin begeistert. Den Betrieb haben Karl und Eleonora Lettner bereits an ihren dreißigjährigen Sohn Karl, der ein gelernter Landwirt mit Meisterprüfung ist, übergeben. 2011 hat Karl Junior die Most-Sommelier Ausbildung gemacht und seit dem ist die Herstellung des Mostes sein Revier.

„Mostmachen ist in der Zwischenzeit fast schon zu einer Wissenschaft geworden“ erzählt der Junior-Chef begeistert. Zwei Goldene und eine Bronze Medaille bei der Wieselburger Messe sind sein Verdienst. Außerdem zählt der Mostheurige seit 2008 zu den TOP-Heurigen von Niederösterreich, von denen es nur wenige gibt. Aber in der Familie Lettner wird miteinander gearbeitet und zusammen geholfen, besonders an den Tagen, an denen der Mostheurige geöffnet hat.

So hilft bereits die Freundin von Karl Junior Monika und seine Schwester Maria der Mutter in der Küche während Karl Senior und Junior mit Aushilfen die Gäste betreuen. „Aber es kommt schon auch vor, dass die Männer mir in der Küche helfen“ sagt Eleonora Lettner lachend. Aber auch wenn der Mostheurige geschlossen ist geht die Arbeit am Bauernhof nicht aus. Zu den bereist bestehenden Mostobstbäumen wurden 2011 noch 800 junge Bäume gepflanzt, die heuer wenn das Wetter mitspielt bereits Früchte tragen können.

Der Mostkeller mit den Niro-Immervoll-Tanks ist modernst ausgestattet und kann beim Tag der offenen Kellertür am 19. November besichtigt werden. Guter Most wurde beim Lettner in Erla schon immer gemacht und Karl Junior setzt diese Tradition fort. „Wir liegen direkt am Donauradweg und sind ein Moststraßenbetrieb seit 2002, wir machen unsere Arbeit gerne und mit viel Herzblut“ sagt die Senior-Chefin und der Junior-Chef stimmt ihr voll zu.
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