19.08.2016, 16:00 Uhr

Richtiger Umgang mit Kühen beim Wandern

Trifft man beim Wandern auf eine Kuhherde, sollte man die Tipps der Naturfreunde befolgen (Foto: KK/Pixabay)

Um beim Wandern Angriffe von Rinderherden zu vermeiden, gilt es einige Regeln einzuhalten.

FELDKIRCHEN (stp). Das Wetter der letzten Tage und Wochen lädt nicht gerade zum Baden in den heimischen Seen ein. Umso mehr Leute tummeln sich deswegen auch auf den heimischen Wanderwegen. Bei Touren in den Bergen gibt es dementsprechend auch einige Dinge, die zu beachten sind. Besonders wichtig: Wie man sich beim Aufeinandertreffen mit Weidevieh am besten verhält.

Vorsicht bei Jungtieren

"Besondere Vorsicht gilt, wenn Jungtiere in der Herde dabei sind", weiß Daniel Schuß, Obmann der Naturfreunde Feldkirchen. Muttertiere könnten beim Näherkommen von Wanderern aufgrund ihres stark ausgeprägten Mutterinstinkts eine Gefahr für ihre Jungen erkennen. Die Gefahr eines Angriffs sei dann höher als sonst. "Generell sollte man sich so weit wie möglich von Viehherden fernhalten", rät Schuß. Sollten neugierige Jungtiere auf einen zukommen: einfach ruhig weitergehen und das Verhalten der Mutterkühe im Auge behalten.

Hunde sind "feindlich"

Hat man einen Hund dabei, gilt doppelte Vorsicht. Von den Rindern werden Hunde leichter als Feinde angesehen. Wenn möglich sollte man sich eine Alternativroute am Weidevieh vorbei suchen. Ansonsten kann es – vor allem für nicht gut ausgebildete oder ängstliche Hunde – schnell gefährlich werden.

Macht ein Stier Drohgebärden in Richtung des Wanderers bzw. des Hundes, sollte man vor allem eines: "Nicht hektisch werden und auf keinen Fall davonlaufen. Besser man sucht sich das nächste Weidegatter und bewegt sich ruhig von der Herde weg", so Schuß. Dabei sollte man den Tieren auf keinen Fall den Rücken zuwenden.

Generell gilt zudem noch: Kontakt zu den friedlichen Tieren vermeiden und nicht durch Herden durchmarschieren. Auch Lärm ist zu unterlassen.

Zur Sache

Tipps
Großen Sicherheitsabstand zur Herde halten;
Keinesfalls Kälber streicheln, füttern oder ihnen überhaupt zu nahe kommen;
Nicht mitten durch eine Herde laufen;
Lärm und hektische Bewegungen vermeiden;
Weidegatter immer schließen;

Drohung
Ein drohendes Rind erkennt man dadurch, dass es die Gefahrenquelle fixiert und den Kopf nach unten senkt und seine Hörner bzw. seine Stirn präsentiert und näher kommt.

Was tun?
Ruhig bleiben. Ausgang/Schutz suchen. Nicht weglaufen.
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